Mehr als Titel: Dominik Klein über Haltung, Herz und Teamgeist
Shownotes
In dieser Folge von Beat Yesterday – dem Garmin Podcast spricht Host Kai Tutschke mit Handball-Legende Dominik Klein über seinen Weg vom sportbegeisterten Kind aus Obernburg bis zum Weltmeister, Champions-League-Sieger und Publikumsliebling beim THW Kiel. Dominik teilt sehr persönlich, wie ihn seine Familie und sein außergewöhnlicher Jugendtrainer geprägt haben, warum „die Extrameile“ für ihn mehr als nur ein Spruch ist – und welche Rolle mentales Coaching in seiner Karriere gespielt hat. Ein weiteres Thema der Folge: Dominiks Herzensanliegen, dem Nachwuchs nicht nur sportliche Fähigkeiten zu vermitteln, sondern vor allem Werte. Respekt, Teamgeist und Verantwortung stehen für ihn im Mittelpunkt. Dominik geht es darum, Talente ganzheitlich zu fördern. Eine Folge, die zeigt, dass wahre Sieger nicht nur Titel holen, sondern Werte vorleben.
Transkript anzeigen
00:00:01: So.
00:00:01: bei dir läuft es gerade nicht so, ne?
00:00:02: Also ich habe da jemanden für dich.
00:00:04: Ich hab da so einen Mental-Trainer!
00:00:06: Mentaltrainer brauche ich nicht.
00:00:08: Wir Männer sind eh die geilsten und die besten.
00:00:10: Ich mache zehn Prozent mehr als die anderen.
00:00:12: Ich komme da schon selber raus.
00:00:13: Als die Nominierung stattgefunden hat das erste was ich gemacht habe gibt mir mal den Nummer von dem Mental-Trainer.
00:00:23: Was macht es aus Handball zu spielen?
00:00:26: Es war nicht des Training mit der Mannschaft, des Torjubeln, die Fans...es war Abwehrspielen.
00:00:34: Am Ende der Saison wird erst mal dem Hallensprecher, dem Hausmeister und der Wischerin gedankt.
00:00:40: Bevor die Mannschaft, der Trainer und die Sponsoren kommen.
00:00:43: Und wenn diese Werte vorgelebt werden im Verein ... Wenn wir das hinkriegen, diese Worte vermittelt bekommen, dann haben wir so eine krasse Grundlage auch für die Talente oder Kinder in Jugendlichen geschaffen.
00:00:56: Das war ein ganz besonderer Moment, der, glaub ich, so'n Türöffner war.
00:00:59: Ich hab schon ewig nicht mehr darüber gesprochen über dieses Situation.
00:01:03: Du hast mich gerade wirklich mit deiner Frage da hingeführt!
00:01:05: Ich find's total geil.
00:01:07: Gänsehaut pur gerade.
00:01:11: Ich finde es stark, dass du gesagt hast das eigentlich so das wichtigste in deiner Karriere gewesen ist.
00:01:17: also gar nicht die Titel sondern jede Folge ein Gast!
00:01:25: Jede Geschichte eine Inspiration aus der Welt des Sports.
00:01:29: Willkommen zu Beat Yesterday dem Podcast von Garmin.
00:01:34: Mein heutiger Gast ist Dominik Klein.
00:01:37: Dominik ist ehemalige Handball-Profi TV-Experte und Leiter des Handball Campus in München.
00:01:43: Wir sprechen darüber, wer Dominik sportlich besonders geprägt hat.
00:01:47: Wie wichtig metalles Coaching für ihn war und welche Werte Dominik dem Nachwuchs vermitteln möchte.
00:01:57: Dominik Klein herzlich willkommen zum Beat Yesterday Podcast von Garmin!
00:02:01: Du bist Weltmeister, Mehrfahrer deutscher Meister, Pokalsieger- und Champions League Sieger im Handball und hast sechszehn Jahre als Profi den Sport in Deutschland mitgeprägt.
00:02:13: Heute bist du TV-Experte für die ARD und bringst uns analytisch, wie ich finde mit einem Team und Mentalitätsfokus den Handballsport näher.
00:02:23: Dominik, schön, dass du hier bist!
00:02:25: Vielen Dank.
00:02:25: Schön, dass ich da sein darf.
00:02:27: Was bedeutet Handballspielen für dich?
00:02:31: Du hast ja jetzt in dem Intro schon so vieles reingepackt was der aktuelle Stand ist.
00:02:38: Dabei ... eigentlich die Grundlage, warum ich dem Handball so nah sein durfte.
00:02:45: Die ganze Zeit eigentlich immer im Elternhaus verwurzelt also zu wissen wo man herkommt und zu wissen, wo seine Wurzeln sind.
00:02:51: daher muss ich ganz früh anfangen auf die Frage, die du gestellt hast weil ich habe schon als kleines Kind die Bälle durchs Wohnzimmer gefeuert und irgendwann hat meine Mama gesagt die Wasens sind jetzt langsam kaputt.
00:03:03: Ich trainiere dich jetzt ab sofort in der Handballhalle.
00:03:06: Also wir sind in einem Familienhaus groß geworden, wo der Handball sehr groß geschrieben wurde.
00:03:11: Und ich hab ja einen sechs Jahre älteren Bruder und eine jüngere Schwester.
00:03:14: also wir sind einfach komplett zwei Straßen unterhalb der Halle groß geworden hatten ganz viele Zeit in der Haltballhalle verbracht und somit ist eigentlich Handball ein Teil meines Lebens mehr vielleicht sogar noch als das.
00:03:31: Wie fühlt sich das an wenn ein Sportteil eines Lebens geworden ist?
00:03:37: Indem ich, egal wo ich sein darf oder welche Gedanken ich eigentlich im Alltäglichen habe immer an Handball denke.
00:03:47: Sowohl die eigenen Kinder sind damit auch verwurzelt.
00:03:50: Die Frau, die ich beim Handballspielen kennengelernt hab das Elternhaus hab' ich gerade schon erwähnt die Regionen, in der ich groß geworden bin.
00:03:58: Am bayerischen Untermeinen.
00:04:00: Bin ich in Obernburg groß geworden, da war der TV-Kruss Wallstadt als Altmeister quasi ja auch eine Traditionsmannschaft, wo ich immer wusste, da kann ich ... In der stärksten Liga der Welt die besten Stars vor der Haustür sehen.
00:04:13: und ne Vorbildfunktion war ja mein sechsjahre älterer Bruder.
00:04:17: deswegen weiß ich auch immer dass ich schon als kleiner Junge jemanden nachgeeifert bin zu jemandem hochgeschaut habe den dem mich gerne Ja, so werden wollte wie er.
00:04:28: Und in unserem Verein damals haben Alex gesagt du wirst mal so gut wieder ein Bruder.
00:04:32: Da hab ich gesagt das geht gar nicht der spielt die Jugendnationalmannschaft Das kann ich gar nicht!
00:04:35: Der ist alle Auswahlmannschaften durchlaufen und ich war so ein kleines Hemd auf rechts außen.
00:04:40: Deswegen halte ich allerdings heute und es ist so witzig auch im Unternehmen Vorträge wo der Slogan heißt vom kleinsten auf rechts Außen zum Weltmeister auf links außen Also... Der Handball ist eigentlich stetig bei mir.
00:04:54: Bei dir und deiner Familie?
00:04:56: Dein Bruder ist relativ weit gekommen auch schon in den jungen Jahren, du hast gesagt ihr hattest diese Rivalität zwischen Brüdern.
00:05:02: Und sind denn deine Eltern auch professioneller Handballspieler gewesen oder auf einem hohen Niveau-Level?
00:05:09: Also wenn du meinen Papa fragen würdest ja Aber er hat es bis zur dritten Liga dann auch mit dem Heimatverein geschafft.
00:05:17: Ich meine, klar.
00:05:18: Irgendwo kommt ja auch die DNA her weshalb wir ein gewisses Talent vielleicht mitbekommen haben.
00:05:23: Also mein Papa war auch Spielmacher in Oberenburg mit der Nummer neun.
00:05:27: Die hatte dann auf meinen Bruder alle Jahre getragen und mein Papa hat mir eigentlich immer einen entscheidenden Satz mit auf den Weg gegeben.
00:05:36: Und zwar macht zehn Prozent mehr als die anderen.
00:05:39: Zu der damaligen Zeit konnte ich noch gar kein Prozent rechnen wenn ich mich zurück erinnere.
00:05:43: aber das heißt ja in der Halle nochmal länger zu bleiben, ein paar Würfe extrazunehmen.
00:05:48: Am Wochenende mal extra laufenzugehen und das waren so Themen worüber ich sehr dankbar bin dass sich solche Werte und solche Motivationen mitbekommen habe und vorgelebt bekommen hab von meinen Eltern
00:06:01: also die extra Meile zu gehen?
00:06:02: Die berühmte extra Meilen war dann für mich so dass ich samstags morgens beim Hausmeister geklingelt habe und gefragt habe Selma ist die Halle frei?
00:06:11: Dann hat es mir einfach nur den Schlüssel gegeben und da war ich von acht bis neun Uhr extra mit meinem Ball alleine in der Handballhalle und hab dort trainiert.
00:06:19: Und um neun Stunden kam dann noch mal ein damaliger Trainer, Frantisek Fabian was ja auch einen hervorragenden Mensch in meinem Leben ist.
00:06:27: Der hat dann nochmal eine Stunde länger mit mir gemacht.
00:06:29: also ich hatte schon sehr viel dafür investiert aus intrinsischer Motivation besser werden zu wollen.
00:06:35: Wo kam die denn her?
00:06:36: Also wenn dann Vater gesagt, Dominik mach mal zehn Prozent mehr als alle anderen... Das klingt ja plausibel, aber das musste ich auch erreichen.
00:06:46: Als dein Vater dir das gesagt hat ... Ist da alles aufgegangen in dir?
00:06:49: Du hast gesagt, klar natürlich!
00:06:51: So werd' dich besser und so kann mich besser durchsetzen.
00:06:55: War dir das so schnell klar, dass du das verinnerlicht hast?
00:06:58: oder ist es so ein Weg gewesen bis du dort angekommen bist um dann halt immer besser zu werden?
00:07:04: Weil das ist der rote Fahren in deiner Karriere.
00:07:07: Ich glaube wir spüren das selber irgendwann als Kinder.
00:07:10: Wie gesagt, ich konnte mit der Ansage eigentlich nichts anfangen als Jugendlicher.
00:07:15: Macht zehn Prozent bleibt noch länger in der Halde.
00:07:17: Aber dann mal einen Wurf ausprobieren zu wollen, den ich noch nicht konnte ... Ein Schlagwurf!
00:07:21: Mein Papa hat immer gesagt, Antäuschen und vorbei gehen.
00:07:25: Ich musste immer so glaubhaft dem Abwehrspieler gegenüber antäuschen.
00:07:29: Dann hat er gesagt, da blinzelt er kurz... Und dann gehst du mit dem Prellen vorbei.
00:07:34: Und ich glaube, ich hab mir dieser Form von ... von eins gegen eins damals so glaubhaft den Kindern, glaub ich vermitteln.
00:07:43: Oh da will einer jetzt wirklich werfen und dann bin ich vorbeigegangen.
00:07:46: also es war auch schön ... Und das wenn man das übt und wenn man selber spürt dass es auch funktioniert.
00:07:51: Ich meine ich hab's auch, du hast kompetitiv worden ein bisschen angesprochen unter Brüdern.
00:07:55: Ich habe es gehasst natürlich zu verlieren nicht nur gegen meinen Bruder sondern auch im Spiel.
00:07:59: Es gibt Bilder wo ich heulende Ecke sitze nach einem verlorenen Spiel.
00:08:04: Damit will ich ja nur sagen, der Ehrgeiz war immer da.
00:08:06: Der Wille war immer dar und ... Ich hab's natürlich geliebt jedes Wochenende in der Handballhalle zu sitzen und dann während einem Spiel, wenn halbzeit war den Ball zu nehmen von einem auf die andere Tor, den Ball vorzulegen und hinterherzusprinten.
00:08:20: vielleicht kommt daher die Gegenstoßstärke, die ich irgendwann mal angeeignet habe.
00:08:24: aber es war ständig mit Bewegung um das mit Ball.
00:08:28: Also, das hat dich sehr geprägt.
00:08:29: Der Wettbewerb mit deinem Bruder und dann die Unterstützung durch deine Eltern ... Deine Mutter hat dich ja trainiert in der Anfangszeit quasi streng?
00:08:40: Nee, das war ja noch ganz ... Das war Bambini-Training.
00:08:43: Die wollte eigentlich nur ... Hauptsache der Junge schmeißt keine Bälle mehr zu Hause durch die Gegend.
00:08:47: Es waren wirklich so diese ersten Anfänge einfach nur ... Wir hauen jetzt mal hier in dem Gymnastikraum.
00:08:53: Das war nicht mal eine Halle, es war einfach nur Bewegung mit Ball, dass die Kinder ein bisschen austoben.
00:08:59: Danach hat mich mein Papa trainiert und sogar mein sechsjähriger Bruder auch schon trainiert in der E-Jugend.
00:09:05: Ich hab dann unsere Schwester trainiert.
00:09:06: also du merkst ... Handballverrückte Familie, die immer gerne irgendwie den Ball ... mit im Spiel haben wollte.
00:09:14: Und dann kam der Punkt als sicherlich du aber auch andere festgestellt haben da ist noch mehr drin.
00:09:22: Erzähl mal wie ist das gekommen?
00:09:23: Wir reden ja gleich noch intensiver über deine Karriere, über deine Station und was du alles erreicht hast.
00:09:28: ich hab ja schon im Intro gesagt gewisse Weltmeister Mehrfahrer Chims, Leaksieger etc.
00:09:33: Nimm uns mal mit dieser Punkt, der so entscheidend ist in einer Profikarriere der sich dann einstellt und man weiß, okay jetzt kann da was Großes draußen stehen.
00:09:42: Wann war das?
00:09:43: Ja ich erinnere mich an eine Situation und nochmal ich lasse immer gerne meine Gedankenblitze die wir jetzt so kommen in der Fragestellung direkt raus.
00:09:50: also Ich bin nicht nur Bauchmensch sondern auch lass immer meine Gedanken frei raus.
00:09:54: Und es gibt tatsächlich eine Szene, die ich gerade in den Blick bekommen habe.
00:09:59: Ich hab bei uns zu Hause einen Briefkasten mit meinem dünnen Ärmchen immer reingegriffen wenn ich von der Schule nach Hause gekommen bin ob da die nächste Handballwoche drin ist.
00:10:06: Es gibt ne Zeitschrift, die quasi...die hab' ich auswendig gekonnt also so wie andere vielleicht den Kicker oder was auch immer lesen.
00:10:13: So wusste ich alles über Handball und das war immer Dienstags-Nachmittags.
00:10:16: Da bin ich nachhause gekommen, die Schulranzen in die Ecke geworfen, hab erst mal die HandballWoche rausgeholt da irgendwie im Briefkast, wie man sich vorstellen kann.
00:10:24: Und eines Tages war dort allerdings eine Einladung drin, wo DHB drauf stand.
00:10:28: Deutsche Handballbund und ich so ... Scheiße!
00:10:31: Krieg ich gerade Gänsehaut übrigens, wenn ich drüber spreche?
00:10:34: Habe ich das Ding aufgemacht um meine Kleinen, kriegt ne Einladungen zur Union Nationalmannschaft.
00:10:40: Habe gesagt wie krass ist das
00:10:41: denn?!
00:10:41: Ich darf zu der Nationalmannenschaft.
00:10:43: Das ist mein Ziel.
00:10:44: also ich wollte immer da hinkommen einmal meinen Bruder als jemanden gesehen der Kapitän der Jugendnationalmannschaft damals war.
00:10:52: Da wollte ich ja hin ... greif ich da rein und hole diese Einladung raus, dann denke ich mir so... Du darfst die Union Nationalmannschaft fahren.
00:10:59: Wie geil ist das denn?
00:11:00: Und das war glaube ich unter anderem ein großer Punkt,... ...wo ich gemerkt habe.
00:11:06: Okay jetzt gilt es diesen Weg zu fossieren!
00:11:10: Dass es meinen Trainer gab der schon immer daran gearbeitet hat.
00:11:13: Frantisek Fabian ist... Slowakischer Ungahrer, es war ein Trainer der bei uns im Verein war und der dem ich ja lange Jahre trainieren durfte.
00:11:21: Dass er in mir das Talent gesehen hat!
00:11:23: Das war ja das eine, aber dass jetzt auch wirklich da zu dem Ergebnis kommt, dass sich mal wirklich bei der Union-Nationalmannschaft dabei sein kann.
00:11:31: Das war ein ganz besonderer Moment, der glaube ich so einen Türöffner war.
00:11:35: Ich habe schon ewig nicht mehr darüber gesprochen über diese Situation.
00:11:38: Du hast mich gerade wirklich mit deiner Frage dahin geführt.
00:11:41: Ich finde es total geil weil also... Gänsehaut pur gerade.
00:11:45: Also man hat dich parallel beobachtet?
00:11:47: Ja
00:11:48: und dann hast du diesen Brief bekommen, wie alt warst du da?
00:11:50: Ich meine das aber ist achtzehn, neunzehn... Es war ja die Union Nationalmannschaft wo es schon eine lange Zeit auch davor Möglichkeiten gab sich wirklich zu zeigen und auch in Aayugens spielen Habe ich einmal glaube ich siebzehn Tore und einmal achtzehnt Tore gemacht, weil ich wusste bei den Gegnern ist der damalige Union Nationalmannschaftstrainer auf der Bank gewesen.
00:12:16: Also da waren schon ein paar krasse Momente dabei und dann hat man aber schlussendlich die Seinladung in der Hand gehabt.
00:12:22: und dann bin ich nach Essen gefahren.
00:12:24: In Essen beim Two Sam Essen in der Trainingshalle war damals die Union National Mannschaftslehrgang der erste.
00:12:30: Und wie fühlte sich das an als du dort aufgeschlagen bist?
00:12:35: Extrem demütig, respektvoll die großen Nationalspieler.
00:12:41: Ich meine es gibt ja schon eine Jugendnationalmannschaft davor.
00:12:43: also ich hatte das nie über die Kreisauswahl hinaus geschafft.
00:12:47: Deswegen, ich hatte man ja als Kleinsten auf rechts außen nie so richtig wahrgenommen.
00:12:51: Was allerdings in der Zeit passiert ist sowohl körperlich im Training was man für extraeinheiten hat beim Olympia-Stützpunkt es sich ein Kraftplan zurecht gelegt zu haben einen Ernährungsplan hinzu.
00:13:01: dass ich ein bisschen etwas auf die Rippen komme mein Bruder hat früher immer gesagt wir Kleins haben mit dem Storch gepokert und die Beine gewonnen.
00:13:07: So solche nicht vorhandenen Waden hatten wir tatsächlich immer.
00:13:12: deswegen ich musste dafür kämpfen und arbeiten.
00:13:15: Gleichzeitig war ich mit Dezember-III.
00:13:17: Jahrgang auch der Jüngste in diesem Doppeljahrgang, also es hat sich sogar
00:13:21: Jahrgang-II.,
00:13:22: III.
00:13:23: getroffen zur Union Nationalmannschaft.
00:13:26: Und ich war da als Jüngster jetzt dabei!
00:13:29: Da steckt ja schon ganz viel dahinter, dass man sich immer wieder auf die Schulter klopfen kann, wie ging das eigentlich so rapide dann?
00:13:37: Dann durfte ich dabei bleiben komplett.
00:13:39: Das war sicherlich dann der Booster für den Sessebusan oder?
00:13:43: Naja, ich glaub das selbstbewusst.
00:13:44: dann, wenn man meine Eltern fragen würde.
00:13:49: Das war
00:13:49: schon immer vorhanden ... Aber klar, trotzdem mit dem Respekt dahin zu gehen und sich erst mal zu beweisen, ja?
00:13:57: Also wie man so schön auch immer sagt, also kommen wir ja noch später drauf, THW Kiel gibt's einen Slogan zum THW-Kiel zu kommen ist ein sehr schwerer Weg.
00:14:06: Beim THW kiel zu bleiben ist noch schwerer.
00:14:11: Ja, vielleicht sind das so Sachen die halt einfach auf diesem Weg jetzt auch mit dieser Bestätigung mal in der Union Nationalmannschaft zum ersten Mal eingeladen zu werden.
00:14:18: Vielleicht sind da schon Sachen ganz früh der Grundstein gelegt worden?
00:14:23: Erzähl noch einmal ein bisschen von deinem ersten Trainer, der dich ja auch sehr geprägt hat.
00:14:27: Den du glaube ich auch über mehrere Jahre hattest,
00:14:30: wenn ich
00:14:30: mich richtig erinnere, weil es waren sieben Jahre ...
00:14:33: Das ist eigentlich mein Lieblingsthema, wenn ich ehrlich bin.
00:14:35: Selbst die Grundhaltung und die Werte, die wir nicht nur von Haus aus vom Elternhaus bekommen sondern auch von unseren Übungsleitern, Trainern, Coaches bekommen.
00:14:46: Diese Verbundenheit ist extrem vorhanden.
00:14:49: Ich glaube, wenn du jeden Sportler den du hier im Podcast hast fragen würdest wer war denn dein Trainer dem du es zu verdanken hast dann fällt einem sofort eher derjenige ein Welcher.
00:14:59: Und bei mir war es Ferri, Dr.
00:15:01: Frantisek Fabian und der Ferri hat mich ab dem zweiten Jahr C-Jugend, erstes Jahr B-Jugen trainiert.
00:15:08: Der kam zu uns in den Vereinen in Oberenburg.
00:15:10: Mein Papa hat ihn aus Hardheim zu uns geholt für die Regionalligamannschaft damals und er hatte sich auch der Jugend widmen wollen und eine Jugendabteilung aufgebaut bei Oberen Burg.
00:15:22: Ich hab unter ihm sieben Jahre lang trainiert und nicht eine Trainingseinheit gleichgemacht.
00:15:29: So, jetzt muss man ganz kurz noch mal innehalten.
00:15:31: Was das bedeutet?
00:15:32: Wenn ein Trainer dir jeden dritten Tag eine Trainingseinheit vorbereitet und da war nicht eine gleiche Einheit in den sieben Jahren dabei – was ich damit gesagt habe, dass da immer eine gleichere Übung dabei war, keine Frage!
00:15:45: Aber der hat aus einem Volleyball, Basketball, Leichtathletik Buch ne Handball-Einheit gemacht, jeden Tag aufs Neue.
00:15:51: Und jetzt setze sich noch einen drauf, für das dieses Kopfschüttel noch mehr wird.
00:15:55: Der hat selber in die Handball gespielt.
00:15:58: Wie krass ist bitte das, wenn so jemand sich ahm mit seinen Spielern und Spielern beschäftigt ihnen was weitergeben zu wollen?
00:16:05: Und wenn du dann als Spieler noch wissbegierig warst.
00:16:08: Also mein Bruder und ich haben in seinem gebrochenen Deutsch sind manchmal bei der Übungserklärung manche in die letzte Reihe gegangen weil habe jetzt nicht verstandenes Aufwärmspiel.
00:16:17: Wenn du aber als jemand Wie mein Bruder und ich in der Mannschaft waren, da steckt was dahinter.
00:16:22: Ich will wissen, was ist jetzt der Sinn dieser Übungen?
00:16:25: Und was ist das Torwart einwerfen?
00:16:27: Warum machen wir da eine Rolle vorwärts noch und Luftballon gleichzeitig hochhalten?
00:16:30: Du kannst ja so Kreativität entwickeln wenn du immer diese Übung auch gutmachen willst ... wissen willst, was da jetzt dahintersteckt.
00:16:39: Und deswegen ist dieser Trainer für mich wie mein zweiter Papa in der Halle gewesen.
00:16:44: Erzieherisch hat er natürlich auch seinen Teil dazu beigetragen dass ich eben da hinkommen durfte wo ich am Ende gespielt habe.
00:16:51: Leider ist er nicht mehr bei uns.
00:16:53: das ist so ein bisschen das was mich natürlich immer beschäftigen was die Emotionalität mit sich bringt weil wir hatten noch sehr viel gemeinsam vor um auch anderen Talenten etwas weiterzugeben.
00:17:02: Er stand hatte auch die Stadt München und die Region hier unten Ja, für seine Wohlfühloase und für seine Energie gesehen.
00:17:12: Aber umso schöner ist da sich diese Mentalität und dieses herzliche Mentorship dann weitergeben kann.
00:17:20: an jetzt den Nachwuchs.
00:17:22: Jetzt hat ihm zu Ehren auch den Fairy Cup gespielt richtig als er verstorben war?
00:17:26: Ja das war mein allerletztes Spiel!
00:17:29: nach dem Karriereende, habe ich in Oberenburg im Heimatverein.
00:17:32: In der Valentin-Ballmann-Halle, das waren da passend sechshundert Leute rein.
00:17:36: also das Ding war gerammelt voll und wir hatten dort einen Abschiedsspiel noch machen dürfen und ich hab alle Spieler eingeladen die unter ihm trainiert haben während der Zeit wo wir quasi in Obernburg waren.
00:17:48: Emotionen kannst du dir vorstellen was da alles in dieser Halle für eine Aura war vor allem weil er eben unter dem Danke Ferry, das war so ein bisschen unter dem Motto gestanden.
00:17:59: Dass sich jemandem was zurückgeben wollte, dem ich's zu verdanken habe.
00:18:03: Und am Vormittag haben wir tatsächlich alle Bi-Jugendmannschaften damals eingeladen die er trainiert hat in der Region und haben daraus den Ferry Cup als Wanderbockal initiiert.
00:18:13: Das war natürlich sehr emotional und sehr schön.
00:18:16: Ist
00:18:17: eine schöne Geste ja!
00:18:19: Also hat der Ferry quasi schon früh ... Heute sagt man dazu ja Neuroathletik damit gearbeitet, indem er halt die Auge-Handkoordination unterschiedlich trainiert hat.
00:18:32: Mit unterschiedlichen Bällen mit unterschiedlichen Übungen und so die kognitiven Fähigkeiten geschaffen hat sicherlich Räume zu sehen Pässe besser zu antizipieren und auch das Gefühl mit dem Beiden dadurch noch geschärft hat oder?
00:18:45: Und ich bin nur noch einen draufsetzen weil genau das alles ist vorhanden Auch die Belastungssteuerung.
00:18:52: Wir kommen aktuell in unserer schnelllebigen Zeit und in unserem immer stärker werdenden Sport, dynamischeren Sport.
00:19:00: Meines Erachtens nicht mehr hinterher die Belastungssteuerung so aufrecht zu erhalten dass wir unsere Kinder- und Jugendlichen darauf vorbereiten was eigentlich da oben kommt.
00:19:10: Deswegen hat der Ferri damals auch und ich habe alle seine Unterlagen Zuhause bei mir im Keller weil ich gesagt hab Ich möchte gerne irgendwann mal für ihn ein Buch schreiben.
00:19:19: er hat nämlich aus seinen Übungen wurden immer ... Trainingslektüren geschrieben.
00:19:23: Hatte immer gesagt, wenn irgendwelche Ungarn und Slowaken bei ihm eine Hospitation hatten, hatte am Ende irgendwo ein Handballbuch ein neues mit seinen Übungen gesehen.
00:19:34: Diese Arschloch hat schon wieder eingeschrieben.
00:19:37: von meiner Übung.
00:19:37: Hab ich keinen Cent gesehen!
00:19:39: So habe ich gesagt, okay irgendwann mal wird es soweit sein, da möchte ich gerne auch einen Buch schreiben mit seinen Inhalten, aber viel mehr noch.
00:19:49: Mit seinen Werten, die er vermittelt hat und diese Thema Belastungssteuerung.
00:19:52: Warum ich darauf komme?
00:19:53: Der Ferri war ein Trainer.
00:19:55: Wenn sich ein Spieler bei ihm verletzt hat ... Dann ist der nicht so hysterisch auf die Ärzte, auf die Füße zugegangen.
00:20:03: Und warum is der nicht fit?
00:20:04: Er hat erst mal in seinen Unterlagen geguckt, weil der hatte jede Trainingseinheit dokumentiert, wer wann wie oft trainiert hat.
00:20:11: Und hab' ich da vielleicht falsche Belastungen, Trainingsinhalte gehabt.
00:20:16: Also der war so analytisch und so ja selbst reflektiert, dass er erstmal bei sich den Fehler gesucht hat.
00:20:22: Das machen viele Trainer heutzutage wenn ich aus meiner Profizeit denke nicht wirklich.
00:20:28: Und das war für mich auch ein krasses Merkmal von ihm worüber ich heute auch sehr detailliert nachdenke weil wir haben sehr viel Verletzten beim Mädels sowieso deutlich mehr im Handball also bei Jungs.
00:20:41: aber Es wird so dynamisch, es wird immer härter.
00:20:44: Es wird immer wenn ich sehe welche Vorbilder heute da sind für die Jugendlichen.
00:20:48: Wenn man Matthias geht's Welthandballer, Gisli Christianzorn, Magdeburg Island damit... Es geht alles nur noch um Dynamik, um Eins gegen Eins und Power, Power, power!
00:20:59: Daher, wir müssen unsere Nachwuchs darauf erst auch mal vorbereiten und das Thema Prävention ist deswegen bei mir so extrem verankert.
00:21:07: Weil ich habe Klopfer auf Holz, Toi-toi-Toi bis Tato noch nicht... Ich hab einen Kreuzbandriss gehabt.
00:21:12: dafür musste ich zwölf Jahre Profisportler sein um darauf zu warten dass ich mal weiß wie sich anfühlt eine Verletzung zu haben.
00:21:19: aber ehrlicherweise habe ich glaube ich durch das Training, durch dieses vielseitige Training von damals sehr sehr viel mitbekommen eben nicht ... zu verletzungsanfällig zu sein.
00:21:29: Und dafür bin ich nicht nur ihm dankbar, vielleicht ist es auch eine DNA und eine Genetik die einem da mitgegeben wurde,... ... weil ein anderer Spruch von meinem Bruder war immer... ..."die kleinsamen Gummibänder", da passiert nix so geführt!
00:21:42: Aber ja, ich glaube das steckt auf viel in der intensiven Vorbereitung von Trainern,... ... was man seinen Spielern auch ermöglicht?
00:21:50: Es klingt so als hätte der Ferie wirklich immer den Fokus auf die Spieler gehabt.
00:21:55: Mach es für das Talent.
00:21:57: Und das ist übrigens meine DNA, für alles was ich anpacke jetzt.
00:22:01: Wenn man ja vielleicht auch noch auf das ein oder andere Projekt angeschieben durfte seit fünf Jahren sowohl Kinder und Jugendliche zwischen drei und zwölf Jahren im goldenen Lernalter zur Bewegung zu begeistern aber auch jetzt den Nachwuchs die Anschlussförderungen.
00:22:15: Es bedarf wirklich im Sinne des Talents zu handeln und nicht Vereinsmeiereien im Blick zu haben oder die Vereinsbrille in den Vordergrund zu stellen sondern Das Talent ist es Entscheidende.
00:22:26: Und das spricht dann auch im Nachgang genauso vielleicht über den Ferry, wie ich jetzt heute hier sitze und über meinen Verein, über meinen Trainer von damals denke.
00:22:35: Und dass würde ich gern verbreiten
00:22:37: wollen.".
00:22:38: Ich habe mich gerade gefragt... Im Teamsport ist das Kollektiv ja so wichtig!
00:22:44: Werte wie Respekt, Pünktlichkeit, Integrität, Ehrlichkeit ... So das sind ja ... edle Werte, die wichtig sind, damit das Team gut zusammen funktioniert.
00:22:55: Und wenn ein Trainer diese Werte vermitteln kann, vorleben kann... ... aber alle schauen natürlich auch auf den Trainer.
00:23:01: wie ist der denn?
00:23:02: Der kann uns ja alles erzählen und wie ist denn der selbst?
00:23:04: Ja telefoniert er beim Essen oder guckt er uns in die Augen, wenn er mit uns spricht.
00:23:09: Wenn es kollektiv so wichtig ist, wie wichtig ist es dann aber genauso auf den individuellen Spieler zuzugehen, weil nicht jeder Spieler oder nicht jede Spielerin ist ja gleich.
00:23:20: Du Dominic bist anders gewesen als deine Mitspieler?
00:23:24: Hast vielleicht eine andere Führung gebraucht.
00:23:27: da gibt es die Spieler die kreativer sind und ein bisschen mehr Freiraum brauchen.
00:23:31: dann gibt's die Spieler, die mehr Struktur brauchen.
00:23:34: hat der Feri das so hinbekommen?
00:23:36: oder auch allgemein mal die Frage wie wichtig dass man beides gut kann, das Kollektiv schärfen.
00:23:44: Aber auch die individuellen Spieler vereinzelt so fördern ... sodass sie hoch motiviert sind.
00:23:50: Weil es bedeutet ja, unfassbar viel Zeit und Energie und Aufwand ein Team zu führen.
00:23:57: Aber das Invest genau in diese Persönlichkeitsprofile reinzugehen, diese Gespräche zu führen?
00:24:02: Zu wissen wer sitzt mir gegenüber, wen hab ich eigentlich in der Halle vor mir stehen?
00:24:07: Wie spreche ich denjenigen an?
00:24:09: Das ist ja das!
00:24:10: Das ist ja die größte Stärke, die ein Trainer haben kann.
00:24:12: Wenn ich weiß den Dominic Klein muss sich so und so ansprechen.
00:24:18: das ist einer der beschäftigt sich vielleicht nach dem Spiel mit der Statistik oder whatever.
00:24:23: daher das Profiling.
00:24:26: Ich sehe es jetzt im Nachwuchsleistungszentrum Jugend-Fußballmannschaft, wo dafür investiert wird.
00:24:33: Im Handball sind wir noch lange nicht dabei weil wir sowohl ehrenamtlich geführt sind teilweise im Nachwuchs und im Breiten Sport.
00:24:41: aber ich glaube den Zeitinvest in so eine Art Skillcard reinzulegen, dass ich quasi weiß was ist jetzt der vierzehn, fünfzehnt, sechzehnjährige.
00:24:53: Was hat er für einen Anspruch?
00:24:54: Was hat der für ein Ziel?
00:24:55: Was hatte er für Skills die an denen wir arbeiten wollen?
00:24:58: Was spürte dann selber?
00:25:01: Ich hätte ja du merkst ja selber wie ich dafür brenne.
00:25:03: also ich möchte genau das initiieren, dass wir noch mehr in den Austausch kommen, dass sich noch mehr weiß wo sind demjenigen seine Stressresilienzen.
00:25:12: Wann hat der Angstzustände?
00:25:14: Wie ist zu Hause die Schulsituation?
00:25:16: Da gehört ja in dieses Skill-Kart, gehört ja so viel rein.
00:25:21: und was natürlich vielleicht sich da ein ehrenamtlicher Trainer sagt... Uff!
00:25:25: Da muss ich mir jetzt einen Elterngespräch.
00:25:26: aber ja, die müssen wir halt dann machen.
00:25:30: Aber wenn wir wieder die goldene Karte des Y's in die Mitte legen zu sagen warum machen wir das Ganze?
00:25:35: Wir machen es im Sinne des Talents zehn, fünfzehn Jahren dieses Talent dir zu Weihnachten eine Karte schreibt oder zum neuen Job einstieg sagt du nach den Werten die wird damals von dir vorgelebt oder durch einen Verein so vorgelegt wurde.
00:25:53: Durch die gehe ich heute noch ins Unternehmen, ins Business rein.
00:25:56: was ist das für ne Karte?
00:25:58: Das ist das größte Lob was nen Trainer haben kann in meinen Augen und das ist Definition von Erfolg.
00:26:04: Ich wäre sofort dabei, mit Leuten sich darüber das Messbar zu machen.
00:26:09: Was ist die Freude am Leisten?
00:26:10: Kriegen wir das mal hin zum Messen?
00:26:14: Das ...
00:26:16: ich glaube da gehört es hin.
00:26:18: Ja, ich glaub so der Gradmesser ist auch genauso wie dein Vater gesagt hat wenn du halt dann mitbekommst dass sie Spielerinnen und Spieler freiwillig hat diese zehn Prozentnummer raus und diese extra zehn Prozent.
00:26:29: Und freiwillige, sich noch mehr einbringen und besser werden wollen für das Team also für einen selbst natürlich aber halt auch fürs Team dann weiß man dass man auf dem richtigen Weg ist.
00:26:40: Ich würde sogar noch das sportliche einmal kurz ausklammern wollen weil die Werte von denen wir gerade gesprochen haben, die werden dir ja genauso vorgelebt nicht nur aus dem Elternhaus sondern aus dem Vereinsleben.
00:26:49: und wenn ich da auch meinen Papa nennen darf der sagt am Ende der Saison wird erst mal dem Hallensprecher, dem Hausmeister und der Wischerin gedankt.
00:27:00: Bevor die Mannschaft, der Trainer und die Sponsoren kommen.
00:27:02: Wenn diese Werte vorgelebt werden im Verein wo es ehrenamtlich nunmal ist... Die Grundlage für jeden Sport, für jeden Vereinsleben.
00:27:11: wir sind in Deutschland Und wenn wir das hinkriegen, diese Werte vermittelt bekommen dann haben wir so eine krasse Grundlage auch für die Talente oder für die Kinder und Jugendlichen geschaffen.
00:27:26: Dass es dann ja ne Basis ist worauf man überhaupt erstes Sportliche aufbauen kann.
00:27:31: Und deswegen hoffe ich dass ich irgendwo mal mit mich einbringen kann das wirklich sofort zu leben.
00:27:38: Ja darauf kommt's an sehr spannend und man sieht das ja in verschiedenen Sportern gerade auch im Fußball.
00:27:43: Man sieht es ja sehr gut über die Trainer auch ob das halt funktioniert im Team oder nicht.
00:27:47: Und oft ist es dann aber halt auch so, dass das alles nach Halbwertzeit hat, ne?
00:27:51: Weil du kannst als Trainer wenn du so viel gibst und wenn du halt diese ganze Energie aufwendest, nach ein paar Jahren glaube ich spürt man dann halt die Erschöpfung.
00:28:00: Also wenn du immer eingehst auf dein Kader, auf die sechzehn Spieler bei euch, wenn du auf jeden einzelnen eingehst und versuchst den Spieler zu verstehen Wie du gerade gesagt hast, gibt es vielleicht Probleme im privaten Bereich oder was ist in der Schule los?
00:28:15: Oder später auch wenn man das alles so will.
00:28:19: Das kostet natürlich auch Energie, aber in der Zeit, in der man das halt macht, kann man natürlich brutal erfolgreich sein und alle mitreißen.
00:28:25: Und zum Teil auch eine ganze Nation mitreisen.
00:28:27: Da kommen wir gleich dazu, dass du im Jahr ... ein Handball-Weltmeister geworden bist.
00:28:34: Das ist ja generell für dich auch ein sehr erfolgreiches Jahr gewesen, weil ... Du bist dann ja mit dem Tier wie Kiel ... Ich hab das Triple geholt!
00:28:42: Also die Meisterschaft, den Pokal und auch die Champions League.
00:28:46: Reden wir mal so ein bisschen über deine Zeit.
00:28:48: beim THW Kiel.
00:28:50: Man kann sagen, Kiel ist so das Normen plus Ultra-Vereinseitig des Handballs richtig... Mich würde mal interessieren warum ist denn das eigentlich so?
00:28:59: Wir reden gleich über deine Zeit bei Kiel aber warum ist Kiel eine Stadt in Norddeutschland so gut zu wohnen als zu wohnen und zu wunderschönen Einwohner?
00:29:06: Warum isk Kiel dauerhaft so gut?
00:29:09: Also die steckt ganz viel Tradition zum einen dahinter und zum anderen steckt da glaube ich auch ein Werte-Konstrukt und ein Management dahinter.
00:29:21: Welche Spieler kommen für den Verein in Frage?
00:29:24: Es gibt ja sehr viele Skandinavier, die dort auch den Weg gefunden haben aus Schweden beispielsweise.
00:29:31: Nocazerda Rusic ist ein Trainer zur damaligen Zeit gewesen der für mich der beste Trainer der Welt ist Und der hat natürlich eine gewisse DNA verfolgt.
00:29:43: Wie kann ich mir eine Mannschaft, wie kann ich eine Vereinsdäne haben?
00:29:45: Wir können sich einen Erfolgshunger aufbauen und da würde ich schon so diese Parameter die ich gerade genannt habe zusätzlich zudem dass die Kieler in ihrer Stadt den THW Kiel natürlich lieben.
00:29:58: Handball-Tempel mitten im Ort Die Ostseehalle.
00:30:04: Wie ein A-Meisenhaufen kommen die Leute da alle drei Tage rein und verkörpern.
00:30:10: Bei so einer DNA, ich meine von zehntausend zweihundfünfzig Zuschauern gibt es neuntausend neunhundert achten neunzig Dauerkarten.
00:30:17: Also da wird der Stammplatz wo man nächstes Jahr wieder sitzen darf Der wird vererbt.
00:30:21: Ja also so kann man das auch als ja als Nonplus Ultra sehen.
00:30:27: Mittlerweile, die Aktualität renkt natürlich hinterher.
00:30:31: Wir haben auch in Berlin, wir haben in Magdeburg und Flensburg als ewigen Konkurrenten.
00:30:36: Natürlich auch große Namen mittlerweile wieder dabei.
00:30:39: aber das Flaggschiff... Und ich durfte zum Glück diese erfolgreiche Zeit des Vereins miterleben.
00:30:47: Sieben hast du gerade genannt.
00:30:49: Das Triple.
00:30:53: Du wolltest einfach bei den Zebras aus Kiel, da wolltest du spielen?
00:30:57: Und als ich damals die Möglichkeit gehabt hatte, dort ... Als junger Spieler hinzukommen.
00:31:03: War das natürlich für mich ... Ja,
00:31:06: der Ritterschlag
00:31:07: oder?
00:31:08: Der Ritterschlag kommt dann erst, wenn du wirklich auch vor Ort das beweist.
00:31:12: Ich hab mir vorhin schon den Spruch so gemacht, zum THW Kiel zu kommen ist schwer.
00:31:16: Jetzt durfte ich tatsächlich zehn Jahre am Ende in diesem Verein sein.
00:31:22: Das Hall of Fame.
00:31:24: die Autogrammkarte von Jahrzehnte und Jahrzehn auf einem Plakat zu sehen, für die Zeit unter dem Hallendach zu hängen.
00:31:31: Das ist natürlich ... Ja das ist ein persönlicher Erfolg so für was ich stehe weil auch diese Weltmannschaften und Champions das sind ja alles Erfolge für eine Mannschaft, für einen Verein für die Fans.
00:31:42: aber so ein persönliches Titel ist wirklich für mich so ein Hall of Fame Bild so oft dass man stolz sein darf und eine Vertragsverlängerung.
00:31:52: Ich habe ja nach dem ersten Jahr beim THW Kiel ... ... ein Vertragsverletzungen angeboten bekommen.
00:32:00: Ich finde, das ist ja was, was ein Auszeichen.
00:32:02: Obwohl ich noch drei Jahre Vertrag hatte, hat der Verein gesagt so hey du hast hier alles gewonnen, du bist Weltmeister!
00:32:08: Du hast dich hier integriert und du bist Publikumsliebling.
00:32:11: Dann kommen wir auf dich zu uns sagen dann zeigen wie die Größe und frischen mal diesen Vertrag auf weil das konnte man ja auch so nicht absehen, dass das so erfolgreich läuft.
00:32:24: Und dann die Größe zu haben eines Vereins zu sagen okay dir verlängern wir jetzt mal und geben dir diese Wertschätzung, dass du in diesem Verein auch länger... Ich kann
00:32:31: das aus Management sich aber sehr gut nachvollziehen.
00:32:33: also wenn du jemanden hast der wie die Faust aufs Auge ins Team passt.
00:32:38: Der die Werte lebt deines Unternehmens, deines Vereins, der die Leistung abrufen kann der Gut fürs Team ist einfach.
00:32:45: Also der einfach gut reinpasst, ja das Team auch führen kann.
00:32:48: Der da ist für das Team, so jemanden musst du halten.
00:32:52: Es geht gar nicht anders.
00:32:53: Und das fühlt ja derjenige?
00:32:55: Das ist ja ... Nicht nur Vertrauensverhältnis, das ist diese Wertschätzung von der wir immer sprechen, dass die abhandengeht in unserer schnelllebigen Zeit.
00:33:03: Auch im Handball bin ich mir sicher oder egal in welcher Sportart es um Verträge geht.
00:33:09: Da auch das Gespür zu haben kommt es bei demjenigen an und Deswegen, für mich hat auch da eine Identifikation von Beginn an dazu geführt.
00:33:19: Ja klar!
00:33:20: Ich kenne jeden auf der Geschäftsstelle.
00:33:22: als erstes ich mache einen Einstand bei der Mannschaft.
00:33:25: Ich bin beim Sponsor und bei den Ärzten.
00:33:28: das ist für mich DNA.
00:33:31: Und jetzt muss ich an meinen Bruder denken, der es mir ja auch als Vorbild vorgelebt hatte irgendwo kommt es her dass du so bist wie du bist Nämlich nach dem Spiel in den Wippraum zu gehen, an die Tische zu klopfen und mal Hallo zu sagen.
00:33:42: Smalltalk zu halten oder dann aber auch interessiert dafür zu sein ... Und an dem Gegenüber was erzählt er denn?
00:33:49: Wo ist denn seine Leidenschaft für im vierten Rang ganz oben bei Zehntausend Zuschauer?
00:33:54: Da musste ab und zu mal ganz schön weit nach oben winken dass derjenige merkt und sich die Staben mit bedanken kannst Dass er seine Dauerkarte da und seinen Jahresgehalt irgendwie versucht auch ja so dafür herzunehmen, eine Dauerkarte bei deinem Verein zu haben.
00:34:10: Und wenn einem das bewusst ist ... dann hat man glaube ich vieles mitgenommen.
00:34:17: Bleiben wir mal im Norden!
00:34:18: Das interessiert mich.
00:34:20: Warum ist der Norden im Handball so stark?
00:34:22: Wir haben das jetzt auch bei der Europamaßschaft gesehen und dass Dänemark Deutschland im Finale besiegt hat also eine ganz extrem starke Leistung der deutsche Mannschaft extrem stark wirklich.
00:34:32: Wir alle haben es natürlich der Mannschaft auch gewünscht und haben mitgefiebert.
00:34:35: aber Warum ist Dänemark so stark?
00:34:38: Wenn du sagst, Flensburg-Kiel der Norden ergibt es eine hohe Identifikation mit dem Sport.
00:34:43: Wird da auch anders trainiert in den nordischen Ländern?
00:34:47: Also da gibt's ein gesellschaftliches Thema mit Sicherheit auch dass wir den Sport als ne ganz andere DNA des Alltags mitverfolgen.
00:34:58: Wir könnten jetzt sogar strukturell reingehen.
00:35:00: das man sagt auf der Fläche, die man zur Verfügung hat deutlich mehr Hallenkapazitäten.
00:35:06: Schulkomplexe stehen da.
00:35:09: wir sind hier mit eighty-two Millionen und mit der Dichte unseres Landes unsere Ballungsregion natürlich auch eingeschränkt.
00:35:16: wenn ich mir in München sehe wie die Hallenkapazitäten für Nachwuchsmannschaften ist quasi nicht vorhanden.
00:35:22: ja also wir platzen aus allen Nähten.
00:35:24: wir brauchen Hallen noch nöcher, nicht dazu dass sogar noch Trainer ehrenamtlich immer wieder gebraucht wird.
00:35:34: aber um auf den Norden zurück zu kommen.
00:35:36: Dort ist einfach auch eine ganz andere Mentalität der Freude und der Belastbarkeit dieses Spaß am Handball selbst auch geschlechterübergreifend.
00:35:45: dort finden in Dänemark zum Beispiel Nachwuchsleistungszentren zusammen die Mädels-und-Jungs vereint.
00:35:53: Nikola Herkopsten als Trainer der dänischen Nationalmannschaft hat auch immer davon gesprochen.
00:35:57: Weißt du, in Dänemark ist es normal dass du um wenn du um siebzehn Uhr Training hast dann gehst du um fünfzehn uhr schon in die Halle.
00:36:05: da gibt's einen Kaffee da gibts vielleicht im Foyer eine Kletterhalle da hast du keine Probleme das dir ein Hausmeister sagt hier bitte nicht mehr im Ball spielen.
00:36:15: Ich glaube, in denen mal gibt es gar keine Hausmeister.
00:36:16: So gefühlt die Hallen stehen offen und wenn du um siebzehn Uhr Training hattest bis neunzehnt Uhr dann bleibst du noch bis acht Uhr weil dann kannst du da noch beim anderen Training zugucken oder kannst du nochmal einen Kraftraum gehen?
00:36:27: Kannst du nochmal vielleicht ein Abendessen zunehmen.
00:36:29: das ist ein ganz anderes familiäres Umfeld deren Vereinskultur.
00:36:35: aber wir sollten meines Erachtens auch nicht den Fehler machen dass zu vergleichen weil nochmal deutlich weniger Menschen auf einem viel größeren Gebiet.
00:36:45: Und vielleicht ein bisschen eine andere DNA?
00:36:49: Also, es ist die Infrastruktur
00:36:51: mit Sicherheit ein großes Thema der Infrastruktur
00:36:53: und natürlich auch die Dominanz des Fußballs in Deutschland.
00:36:57: Der FC Bayern München hat auch eine Handballmannschaft oder ich weiß das gar nicht wirklich also...
00:37:01: Es gibt ne Handballabteilung
00:37:02: aber da bist du ja dran dass zu ändern im München.
00:37:04: darüber reden wir auch gleich noch mal.
00:37:06: Aber bleiben wir noch kurz auf dem Pfad deiner Karriere.
00:37:10: Also, Kiel.
00:37:11: Zehn Jahre Kiel, zwei Tausend Sieben die Weltmasserschaft im Handball dann Triple.
00:37:17: Was nimmst du aus dieser Zeit in Kiel mit?
00:37:21: Du hast ja auch Downs gehabt sprich, du hast ja ein Karriereknick gehabt als du Zwei Tausendszenen nicht zur EM nominiert wurdest Da warst du ja auch in Kien noch.
00:37:34: das war für dich sicherlich ungewöhnlich.
00:37:37: der sehr erfolgreiche Dominik Klein darf nicht mit zur EM Da ist nicht im Kader.
00:37:42: Nimm uns mal so ein bisschen mit in dieser Zeit, die sehr geprägt gewesen ist durch das Hoch- Weltmasterschaft, Triple gewonnen und so weiter ... Und dann ging's aber auch mal runter.
00:37:55: Warum war das so?
00:37:56: Warum hattest du diesen ... ihre Knick wenn man so möchte?
00:38:01: Wie bist du da wieder rausgekommen?
00:38:04: Also es... wie es zu jeder Sportler-Karriere gehört, mal irgendwo eine Phase gibt die einem nicht so erfolgreich dastehen lässt und die einen auch geknickt.
00:38:15: Deswegen ich finde diesen Karriereknick ganz spannend weil das Bedarf ja auch wieder das schnell wieder so glatt zu machen oder vielleicht dann auch umzumünzen dass dieses Blatt dann wieder andersrum als Spitze gefaltet werden kann.
00:38:32: und ehrlicherweise ... kann ich mich sehr gut daran erinnern, was damals passiert ist.
00:38:37: Selbst im Vorfeld dieser Nicht-Nominierung... Damals Heiner Brandt hat drei Links außen in seinem Kader gehabt und dann gesagt, nee, ich fahre mit den anderen zwei und du bist dieses Jahr nicht dabei.
00:38:49: Ich hatte allerdings im Vorfall dieser Zeit also sprich in der... Halb-Saison davor, das war ja ... dass die Saison zwei-tausendneun, zweitausendzehn.
00:38:58: Immer mal wieder aus meinem Ängsten umfällt und da gehörte Berater, Familie, Eltern, Freunde dazu.
00:39:04: So bei dir läuft's grade nicht so ne?
00:39:05: Also geht doch mal ich hab da jemanden für dich!
00:39:08: Ich habe da so einen Mentaltrainer.
00:39:10: Ein Mentaltraer, brauche ich nicht.
00:39:13: Wir Männer sind eh die geilsten, die besten.
00:39:14: Ich mach zehn Prozent mehr als die anderen, ich komm da schon selber raus.
00:39:20: Als die Nominierung stattgefunden hat... Das erste, was ich gemacht habe, gibt mir mal die Nummer von dem Mental Trainer.
00:39:28: D.h.,
00:39:28: diese Selbstreflektion überhaupt zu haben, dieses Eingestehen zu sagen, vielleicht kann ich mir doch noch eine Hilfestellung irgendwo holen?
00:39:36: Weil es ging ja die ganze Zeit nur bergauf!
00:39:38: Jetzt gab's mal einen Nicht-Nominierer.
00:39:40: also hab ich bei meinem Management dann nach der Nummer gefragt und da hab' ich mich mit Jürgen getroffen.
00:39:47: Jürgens Boss war mein... Wir haben uns dann Performance Coach genannt.
00:39:52: am Ende Haben wir uns getroffen in Heidelberg, im Büro von meinem Management.
00:39:59: Und das war so ein Glasbüro, die Leute haben draußen noch weitergearbeitet und ich war drin in dem Büro an einem runden Tisch und hab den Jürgen gegenüber gesessen.
00:40:09: Meinst du, da hat sich vorgestellt oder das Gespräch ging irgendwie mit Smalltalk los?
00:40:13: Du bist jetzt der Jürg, okay ... und hast nur eine Frage mir zu stellen.
00:40:17: Und zwar wie fühlt es sich an?
00:40:20: Stellen wir mal die Frage.
00:40:21: Wie fühlt's sich an!
00:40:23: So ging das Gesprächen los.
00:40:25: Wie meinst du das jetzt, also ... Hä?
00:40:28: Wo bin ich hier?
00:40:28: so.
00:40:31: Ja okay.
00:40:32: Das wird ein langer Nachmittag, hab ich mir gedacht.
00:40:35: Nur diese Frage.
00:40:36: Du meinst, wenn ich Handball spiele und so dann... Also Handball spielen ist ja klar in der Ostseehalle mit den Fans und Jubeln und Tore machen und so.
00:40:47: Aber wie fühlt sich das für dich an?
00:40:51: Okay, also wo bin ich denn hier?
00:40:53: Wenn er als Ermitt zum ... Ich hab gesagt, ich schieb den Stuhl weg.
00:41:05: Stell mich vor dem Hin und hab gesagt ... Wenn ich in der Abwehr stehe, dann bin ich parat.
00:41:09: Dann kann ich den Ball klauen oder einen Stürmer voll rausholen!
00:41:12: Und fang den Ball ab!
00:41:14: Da habe ich wie so ein Feuerball von mir.
00:41:16: Also alles ist hier brennt richtig in der Glasbüro, nach zweieinhalb Minuten des Gesprächs habe ich so vor dem gestanden.
00:41:25: Die haben gedacht was haben die sich eingeworfen?
00:41:27: Was ist mit denen los?
00:41:28: Sie kennen sich seit drei Minuten und ich hab mich sofort hingestellt!
00:41:32: Was meinst du das der in mir rausgeholt hat?
00:41:37: Dass Du das Gefühl greifen konntest und vornhin auch artikulieren konntist?
00:41:40: Und
00:41:41: was macht es aus Handball zu spielen?
00:41:44: Es war nicht Das Training mit der Mannschaft, das Tor jubeln die Fans.
00:41:49: Es war Abwehrspielen für mich ganz individuell.
00:41:51: mein individuelles Feuer für Handball ist dass hier nichts passiert.
00:41:55: auf meiner Abwehrseite passiert nix.
00:41:57: ich kann den Ball... Ich bin selbstbestimmt!
00:41:58: Ich kann den ball klauen und mich mit dem man abklatschen.
00:42:02: so habe ich vor dem gestanden ich hab Feuer... Ich hab dir gesagt ich habe sowieso ein Feuerball hier rund um meine Arme und Beine.
00:42:09: Das war das geilste was ich in meiner Karriere erlebt habe weil Der hat in mir dieses Feuer wieder rausgeholt, was ich vielleicht zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr gehabt habe.
00:42:19: Und was mir wieder bewusst wurde, weshalb du eigentlich Handballspielst?
00:42:23: Natürlich vor Zehntausend Zuschauern zu spielen jeden dritten Tag ein Spiel gewinnen zu wollen.
00:42:27: aber wie geil ist es eine Einstellung zu haben dass du erstmal dich darüber definierst ein gutes Spiel gemacht hast wenn du hier bei deinen Abwehrnix passiert.
00:42:35: Abwehr spielen!
00:42:37: In der Abwehr gewinnt man Turniere, gewinnte man Medailen, gewinnte man Finals.
00:42:40: so blöd gibt's ja die ganzen Sprüche.
00:42:43: Aber das hat mich wieder dazu gebracht, mit ihm von da an ab dem Tag an dieses Performance-Coaching wie wir es genannt haben aufzubauen.
00:42:53: Das heißt bis zu meinem Karriereende und das ging ja dann noch acht Jahre weiter, haben wir vor jedem Spiel miteinander telefoniert Und da könnte man jetzt sagen Warum hast du das gebraucht?
00:43:06: Ja aber diesen guten Zustand Wir haben am Ende unseres ersten Treffens genau das definiert.
00:43:12: Wie bringe ich mich in einen guten Zustands?
00:43:14: Ich glaub, das ist noch hier mit Grün hinter den Ohren von der damaligen Zeit.
00:43:18: Wir haben immer darüber gesprochen was muss passieren und da gibt's ja keinen Rezept dafür weil jeder hat eine individuelle Verarbeitung von Gedanken vor einem Spiel, von dem Turnier, vom Auftrag, was auch immer Und ich konnte es durch ihn loswerden.
00:43:35: Deswegen wir haben immer zwei Stunden vorm Spiel telefoniert Und dann hab ich einfach erzählt, du heute Lemko spielen wir gegen Karsten Lichtler in dem Tor.
00:43:43: Man ein Beispiel zu nennen, was das in unserem Gespräch war ... Wir haben teilweise am Anfang Telefonate geführt.
00:43:50: Die haben nach zweieinhalb Minuten geendet, indem ich ihm gesagt habe, Jürgen, ich hab mir gerade die Lösung selber gesagt.
00:43:56: So waren Telefonaten über acht Jahre hinweg.
00:44:01: und was war der Sinn?
00:44:04: Wenn du im guten Zustand bist, kannst du performen.
00:44:07: Wenn du dich irgendwas für dich verinnerlst bei dir behältst ... Dann schränk dich das ein!
00:44:15: Dann sind es Prozentpunkte, die dir fehlen um in der sechzigsten Minute den entscheidenden Gegenstoß zu machen oder den sieben Meter klar verwandeln.
00:44:23: Und wenn ihr dessen bewusst wisst, dass wir Männer sowieso ganz schwer darüber sich zu öffnen und darüber zu sprechen ... seine Schwächen einzugestehen oder was einen beschäftigt.
00:44:36: Und
00:44:36: das war für mich einfach das Geilste, was es in meiner Karriere gab.
00:44:40: Deswegen hat sich darauf natürlich auch unglaublich viel aufgebaut, was dann noch bis zum Karrierennte all das sich so entwickelt hat.
00:44:47: Du bist stark zurückgekommen mit dem Tripeseek dann auch in der Saison elf und zwölf?
00:44:52: Generell also für sein ganzes Leben!
00:44:55: Das hat ja nicht nur im Handball-Sport dazu geführt, sondern im Familienleben.
00:45:00: Im Freunde dasein in vielen Themen die ich danach angepackt habe darüber mit jemandem zu sprechen das loszulassen wenn dich irgendwas beschäftigt hat Und ja, die Triple-Saison, die danach noch mal kamen.
00:45:11: Das
00:45:12: hat gut funktioniert!
00:45:13: Aber das war jetzt eben ein cooles Rollenspiel und man hat halt auch gemerkt, welche Energie da freigesetzt wird also als du gerade aufgestanden bist und dann das so vorgemacht hast wie es gewesen ist in deinem ersten Termin mit der Mentaltrainer Jürgen.
00:45:28: Also man merkt immer noch was das mit dir gemacht hat.
00:45:31: Ja, wie authentisch kann man das dann halt erzählen wenn man's erlebt hat.
00:45:34: Daher ... das kann nicht gespielt sein sondern das is einfach in mir, und es hat mir einfach ... geholfen.
00:45:42: Auch über die kommenden Jahre dann so konstant und so klar und so ein Baustein wieder oben drauf zu werden, stärker zurückzukommen.
00:45:50: Da kam's ja dann sogar noch mal irgendwann zu einer verletzten Situation.
00:45:53: Ich hab da sogar einen Kreuzbandriss hinten raus gegen Ende der Karriere gehabt.
00:45:59: Ähm... Und all diese Themen brauchst du ja in gewissen Form auch einen Partner, mit dem du da drüber sprichst.
00:46:05: Das mag ja jemand sein der gar nicht aus dem Sport kommt und aus der Bubble kommt.
00:46:09: Jürgen hat mir teilweise Fragen gestellt wo ich dachte so ... Ja ist doch normal erkläre ich dir kurz!
00:46:14: Im Erklären der Frage sagst du dir die Lösung selber?
00:46:19: Du sagst ja klar, so schlimm ist es vielleicht auch manchmal gar nicht oder ist eigentlich ganz einfach... Da könnte ich mir noch drei Folgen aufnehmen.
00:46:29: Aber
00:46:29: das ist total interessant, weil der Kopf macht halt so viel aus im Sport und generell ist es wichtig wie du mit verschiedenen Situationen umgehst.
00:46:38: Resilenz ist ein Modewort aber stimmt ja auch, weil es läuft nicht immer glatt.
00:46:42: und gerade wenn man den Anspruch hat weiterzukommen sich weiterzuentwickeln als Mensch muss jetzt nicht immer eine Karriere sein.
00:46:48: aber niemand will ja eigentlich auf die Stelle treten sondern sie weiterentwickeln.
00:46:52: Passt ja auch der Podcast, heißt auch Beat Yesterday.
00:46:55: Aber jetzt erklär noch mal ... Also, der Jürgen hat quasi war so ein Vehikel für dich, dass du deine eigenen Gefühle, also das was du da gespürtest beim Handball spielen, dass Du das überhaupt begriffen hast?
00:47:09: Das ist so das gewesen in der Essenz, was das ausgemacht hat richtig oder ist es eine Technik die du gelernt hast, die du heute auch noch anwendest?
00:47:19: Der einmalige Zugang, den du bekommen hast durch ihn und dieser Zugang ist es offen.
00:47:25: Und du kannst das immer anwenden und verstehst jetzt heute viel besser warum du was machst und wie du etwas steuern kannst und vielleicht auch deine Gedanken steueren kannst?
00:47:33: Ist es so die Richtung?
00:47:34: Ja, Zugang würde ich gar nicht nennen sondern es ist ja eine reine Kommunikation!
00:47:38: Also es ist ein reines Telefonat gewesen, was uns ausgemacht hat.
00:47:42: Aber
00:47:42: das, was bei dir passiert ist?
00:47:43: Ist das mehr so einen Zugang gewesen zu dem, was du auch im Spiel ... Das
00:47:49: war ein einmaliges Erlebnis zu wissen.
00:47:52: Ja okay!
00:47:54: Da hatten wir erst mal den Zugang zueinander, glaub ich.
00:47:57: Dann dadurch geöffnet und ich wusste, dass ich mit ihm alles besprechen kann was mich eben beschäftigt.
00:48:04: Und für ihn jetzt überlegt man er hat mir auch im nach der Karriere irgendwann so zugerufen Wie krass es für ihn auch war weil er wusste ja gar nicht Ich rufe jetzt Wir haben jeden dritten tag ein Telefonat gehabt aber wusst ihr auch gar nicht Was beschäftigt denenjenigen eigentlich sondern dieses reine Zuhören und dann vielleicht eine frage zu stellen was ja ein Coach am Ende gut kann oder jemand, der dir zuhört.
00:48:27: Weil das ist ja die Qualität auch gewesen am Ende eine richtige Frage zu stellen damit ich mir die Lösung selber sage.
00:48:34: also wir sehen es oftmals heute auch in Gesprächen du willst jemandem da dazu bringen dass er sich die Lösung selbst sagt für das was du vielleicht wo du's hinlenken willst aber in seinem Fall war... Das ist mir
00:48:45: der beste Weg!
00:48:45: Ja
00:48:46: an sich ja schon so und in unserer Zusammenarbeit war es ein reines Gespräch wenn man dann auch, ich in meinem Fall darüber offen sprechen konnte.
00:48:56: Dann habe ich mir einfach so oft die Lösung selber gesagt und weil ich vorhin dieses Karsten Lichtlein, das konnte man jetzt glaube ich im Nachgang gar nicht so richtig wissen was es mit demjenigen auf sich hat.
00:49:06: Ich erzähl ein Beispiel.
00:49:08: Karsten-Lichtlein ist Torwart Nationaltorwart einer der... längsten Bundesligaspieler überhaupt, hat bei TBV Lemco damals gespielt.
00:49:16: Und vorn im Spiel wie dem Thier Wekil gegen Lemco haben wir zwei Stunden vor wieder telefoniert und ich hab dem Jürgen erzählt du, ach Kasten Lichtlein ist heute da im Tor der kennt mich aus seiner Nationalmannschafts- und er weiß genau wo ich hinwärfe und keiner ... merkst du was das mit mir macht?
00:49:29: Die Gedanken muss jetzt irgendwie loswerden!
00:49:31: Negativ
00:49:32: so negativ und belastet dich.
00:49:35: dann sagt ja okay Heute, weil ich ... Genau.
00:49:39: Ich hab über den Karsten Lichter immer gesagt, der hat so weite XXL-Klamotten als Tor hat und so Neonfarbene.
00:49:45: Um sich
00:49:45: größer zu machen?
00:49:46: Die Teute haben immer was Neonfahrt damit man den Fokus auf den Körper lenkt statt dem Ball ins Tor.
00:49:52: Da hat er gesagt okay gehst du heute in die Halle nach Lemko und guckst welche Farbe das Tornetz hat.
00:50:00: Wie meinste es?
00:50:01: Und du guckest noch wie's geknüpft ist!
00:50:03: Also was war der Sinn unseres Gesprächs?
00:50:06: Fokus, Thema Fokus.
00:50:08: Wo ist dein Fokus drauf?
00:50:09: Okay, als klar.
00:50:11: Ich gehe dahin, guck mir das gelb-blaue Netz wie es in der Lepperlandhalle immer aufgebaut ist.
00:50:18: Guck mir das an und hab dann plötzlich ein ganz... Das mag ein kleines Vehikel sein aber das ist so simpel gewesen zu gucken lange zu warten als links außen?
00:50:27: wann hebt er das Bein?
00:50:28: Wann kommt das Netz?
00:50:29: Wanne?
00:50:29: wo schieße ich das lang flach rein?
00:50:32: Das war zum Beispiel einen Vehikel oder ein Tool mit denen wir zusammengearbeitet haben.
00:50:37: Aber das mag jetzt für manche Leute irgendwie komisch daherklingen, jetzt guck ich mir das Turnnetz an ... Nein, aber es ist ja individuell!
00:50:44: Jeder beschäftigt sich ja mit was komplett anderem.
00:50:48: Wie oft können wir den Spruch hören?
00:50:50: In der Halle haben wir noch nie gewonnen.
00:50:52: Da setze ich mich in der Kabine mal woanders hin.
00:50:54: Ja, alle solche Themen müssen losgelassen.
00:50:56: Warum ist das so?
00:50:57: Was beschäftigt dich
00:50:59: und ...
00:51:00: Ich hatte einfach mit Jürgen alles loswerden können.
00:51:04: Ich finde das soziallogisch.
00:51:05: Also Defokussierung von dem, was er negative Gedanken macht und was sie nicht weiterbringt... Und Fokussierung als Ablenkung auf etwas anderes, sodass du halt nicht mehr daran denkst, dass du den Torwart gut kanntest und das er sich immer so breit macht mit seinen Klamotten.
00:51:25: Also ich find das total logisch und auch einleuchend!
00:51:28: Das sind die Dinge gewesen, die du mit dem Jürgen dann acht Jahre hast gesagt?
00:51:31: Acht Jahre lang vor jedem Spiel besprochen hast.
00:51:34: Jetzt komm' ich da noch drauf... Mir hat mal in einem Vortrag jemand im Nachgang gesagt, sag mal bist du so ... Banane in der Birne, dass du jedes Mal mit ihm telefonieren musst.
00:51:43: Dann habe ich mir kurz über die Frage gedacht.
00:51:46: Ja könnte man meinen!
00:51:48: Aber es ist ja auch so, dass Du mit ihm nicht nur negative Sachen bespricht sondern im Gegenteil auch mal sagen kannst wie geil läuft das eigentlich gerade?
00:51:56: Wem sagen wir das denn heute noch?
00:51:58: Das sagst Du Deiner Frau zuhause nicht, die selber Nationalspielerin war.
00:52:01: So ja heute war ich richtig geil drauf.
00:52:03: Die sagt da ist die Tür.
00:52:06: Aber wem kannst du denn auch einen Kanal finden, wo du mal sagst hey weiß was irgendwie.
00:52:10: Wir reiten die Welle weiter.
00:52:12: seit drei Wochen läuft es wie am Schnürchen.
00:52:15: ich hau jedes Ding rein und das mal los dass auch mal sich zu sagen Das machen wir ja auch nicht.
00:52:21: deswegen Ich finde eigentlich so diesen diesen hashtag lasst mal wieder abklatschen.
00:52:25: den habe ich nämlich damals ein bisschen daraus kreiert.
00:52:28: Der ist so wichtig sich auch mal wieder so dieses typisch deutsche Da ist nix selbstverständlich, was wir hier leisten generell in unseren Unternehmungen.
00:52:40: In unserem Alltag und in unserem Job, in unserem Spiel.
00:52:44: Und deswegen freue ich mich eigentlich auch da so ein Gefühl mit ihm gehabt zu haben nach einem Spiel auch mal zu telefonieren zu sagen heute habe ich den Licht an aber die drei Dinger sowas von übern Kopf gedonnert.
00:52:56: Ja, wem sagst du das?
00:52:57: Das sprichste ich nicht aus.
00:52:58: Und es gehört ... Das ist meines Erachtens Teil dieses Performance-Coachings sich auch mal zwischendurch sagen zu können was man eigentlich auch Gutes gemacht hat und deswegen dieses Zusammenspiel hat dazu geführt so eine Performance irgendwie auf lange Jahre auf wirklich kontinuierlichen Bausteinen immer wieder aufgebaut zu haben.
00:53:17: Ich finde stark, dass Du gesagt hast, dass das eigentlich so das Wichtigste in Deiner Karriere gewesen ist also gar nicht die Titel sondern das, was dir jetzt Mensch weitergebracht hat.
00:53:28: Voll!
00:53:28: Also ist mit Sicherheit so und ... Jetzt könnte man im Nachgang sogar sagen, warum habt ihr das nicht nur früher gehabt?
00:53:36: Sprich, Mentaltraining, Performance-Coaching, Persönlichkeitsentwicklung.
00:53:40: Warum kriegen wir das nicht schon früher installiert?
00:53:44: Und darauf glaube ich nehmen wir gar nicht so viel Rücksicht.
00:53:48: Dafür möchte ich auch in meiner Zukunft Kindern jugendlichen Nachwuchs ... Athleten, Talenten das zu öffnen.
00:53:58: Und dass wir überhaupt die Möglichkeit überhaupt zu haben darüber sich auszutauschen ins Gespräch zu gehen.
00:54:03: Ich glaube es wird noch ganz vielen Kindern und Jugendlichen noch mehr...
00:54:06: Ja man weiß das in der Pädagogik heute eigentlich auch, dass der Frontalunterricht gar nicht so viel bringt.
00:54:11: also wenn du halt gerade Jugendliche und Kinder mitnehmen willst ich habe das mal von dir gehört.
00:54:18: Das fand ich so stark.
00:54:18: da hast Du gesagt, dass im Training ist so wichtig ist ein Spielzug oder eine Spielsituation auch mal anzuhalten und die Spieler zu fragen, was würdest du jetzt machen?
00:54:32: In welchen Raum würdest Du denn jetzt gehen?
00:54:33: Schau mal.
00:54:34: Wie könnte der nächste Spielzug sein damit sie von alleine drauf kommen und nicht sagen, Du musst dahin!
00:54:39: Das ist dein Weg hier das ist aber deine Position hier sondern Anzuhalten.
00:54:43: Und dass es wieder der Punkt wie vorhin auch bedeutet mehr Zeit mehr Aufwand mehr Hingabe halt auch als Trainer.
00:54:51: also ich finde das gut Heute zum Teil auch so in die Richtung geht, um die Leute mitzunehmen.
00:54:58: Also gerade in den jungen Jahren ist ja nichts anderes was der Jugend bei dir erreicht hat.
00:55:02: Wenn du selber drauf kommst ... dann bist du am Ziel!
00:55:05: Da würde ich ganz gerne mit dir darüber reden, was du heute in deiner Arbeit mit dem Campus in München machst.
00:55:11: Bleiben wir noch mal ganz kurz bei deiner Karriere.
00:55:13: also Kiel war dann abgeschlossen nach zehn Jahren und du bist dann nach Frankreich gegangen.
00:55:17: Noch einmal für ein zwei Jahre richtig?
00:55:19: Zwei
00:55:20: Jahre genau.
00:55:20: Nach Nord, richtig?
00:55:22: Ja.
00:55:23: Und bis da dann mit der Mannschaft auch relativ weit gekommen, ich glaube ihr habt sogar im Champions League Finale gespielt.
00:55:31: Ging Paris richtig?
00:55:32: Halbfinale oder
00:55:33: halbfinal?
00:55:33: Nehmen wir uns mal so ein bisschen mit warum der Wechsel und wie wichtig war für dich nochmal diese Auslandsstationen?
00:55:40: Also
00:55:40: zuerst einmal hatte ich natürlich diese Idee seine Karriere in Kiel zu beenden.
00:55:47: das war du warst zehn Jahre da voll und ganz mit diesem Verein identifiziert.
00:55:53: Es war eigentlich immer so der Traum, natürlich da seine Kerriere zu beenden.
00:55:57: Dann gab es aber dieses Comeback-Geschichte die Kreuzbandverletzung.
00:56:03: Es gab Vereinsmanagement mit Trainer zusammen, die einem dann auch nicht wirklich wussten, kommt er eigentlich wieder zurück?
00:56:12: Können wir dem noch länger in den Verein integrieren
00:56:14: usw.?
00:56:15: Und ich dachte mir, ich würde schon noch gern länger spielen wollen als nur jetzt diese zwei Jahre danach.
00:56:23: Und diesen Schwebezustand macht einem, ich meine das kennt man selber aus dem Berufsalltag.
00:56:29: Wenn man nicht weiß wo geht's dann nach hin?
00:56:32: Was bringt die Zukunft?
00:56:33: Also hatte ich den Schwebe-Zustand für mich analysiert und hat ein Einjahresangebot des ThW Kiels damals nicht annehmen wollen weil ich wusste, ich komme da starker zurück und will noch länger Handball spielen.
00:56:50: Und das ist dann so.
00:56:51: eine Horate gab, tatsächlich von links außen Positionen der Spieler von Barcelona.
00:56:58: wird frei, geht nach Rhein-Neckar-Löwen.
00:56:59: Rhein Neckar Löwen geht nach Paris und der Spiele aus Nord geht dann ... Und auf einmal war Nord eine mögende Option für uns beide dort Handball zu spielen.
00:57:09: Meine Frau, wie gesagt auch Nationalspielerin gewesen und Kapitänin sogar.
00:57:14: Für sie war immer klar, wenn wir Auslands irgendwo angehen wollen ich bin sofort dabei.
00:57:19: Ich wollte während meinem Studium schon immer ins Ausland nicht funktionieren während der Handballzeit also gab es diese Optionen nach Nord zu gehen Und ich bin dort hingegangen mit meinem Berater, weil ich natürlich A-null Gedanken hatte, die französische Sprache nicht zu können.
00:57:37: Weg von Théa Vickyl!
00:57:38: Wie ist es da überhaupt?
00:57:39: Erwartungshaltung, dann sind wir dahin geflogen und wir hatten das Gespräch auch wieder runter Tisch.
00:57:47: Die Gespräche mit der Vereins-, mit der Geschäftsstellenleitung hat dazu geführt.
00:57:52: Geile Stadt Geiles Essen, tolle Trainingsbedingungen.
00:57:56: Ich hatte aber keinen Bauchgefühl!
00:57:57: Ich wusste nicht so.
00:57:58: wie kann ich mich jetzt damit identifizieren?
00:58:02: Und dann kommt es zum Gespräch zwischen Manager, Präsident des Vereins, Trainer, Dolmetscher... So war ein Rundertisch große Gesprächsrunde und ich durfte dann irgendwann nach meine Fragen stellen.
00:58:16: Wo will der Verein in fünf Jahren
00:58:18: stehen?!
00:58:20: Und dann denkst du, der Trainer fängt an jetzt die Geschichte zu erzählen was so seine Ziele sind.
00:58:25: Aber es kam anders in dem der Präsident direkt auf den Tisch gehauen hat.
00:58:29: Wir wollen den Champions League und wir investieren in deine Person.
00:58:33: Du hast schon dreimal gewonnen.
00:58:34: wir machen das mit dir Das sitzt.
00:58:37: Dann habe ich gesagt okay alles klar wenn der Präsident Der Rang höchste hier sagt das machen wir mit dir.
00:58:44: Dann dachte mir so ok zweite Frage wie wollte das machen?
00:58:49: eine Wildcard für nächstes Jahr.
00:58:51: Wir können noch zwei Nationalspieler von Frankreich, die wir bald unterschreiben und dann hat er so dieses ... Dann hab ich mir, okay, hier geht's!
00:59:01: Hier ist Zug drin.
00:59:02: Und wenn ich mich jetzt mal dazu reflektiere, warum ich mich im Nachgang dazu direkt entschlossen habe, lass uns das machen?
00:59:12: Ich hab richtig Bock darauf.
00:59:14: Da muss ich sagen es hat plötzlich die Erwartungshaltung an mich selber nicht geändert Weil ich komme zu einem Verein, wie der THW Kiel jeden dritten Tag ein Spiel gewinnen zu wollen in die Champions League zu kommen.
00:59:25: Jeden Tag sich zu verbessern, Rahmenbedingungen zu haben was den Profi-Status und deine Erwartungshaltung vielleicht sogar übertrifft.
00:59:33: Und deswegen ist mein Bauchgefühl nach diesen Antworten von dem Präsident oder von der Runde irgendwann so richtig... Puh!
00:59:40: Es hat in meinem Bauch als richtig so eine So ein Knoten geplatzt, also so ein richtiges Wohl-Fühl.
00:59:45: Da hab ich die Dolmetscherin neben mir gesagt, hier du musst jetzt richtig gut übersetzen was ich dir sage weil... Ich hab ihr genau das gesagt dass mein Bauchgefühl gerade so entspannt geworden ist.
00:59:55: Ich möchte gerne hier dabei sein!
00:59:58: Sie hat ganz gut übersetzt und dementsprechend haben wir dann einen Vertrag aufgesetzt.
01:00:02: Was sowohl für mich, für den Verein gegolten hatte als auch für meine Frau die ja auch dann in Frankreich bei einem Frauenverein noch die gleichen Optionen hatte was die Vertragslaufzeit angeht.
01:00:15: Und somit war das für uns ein geniales Paket dort hinzugehen und nicht nur in der Persönlichkeitsentwicklung einen tollen Schritt gemacht zu haben.
01:00:23: mit Kind weil bis dato da war er schon dann auch unser Sohn auf der Welt.
01:00:29: und dann sind wir dieses Abenteuer angegangen.
01:00:31: Und am Ende um es noch mal sportlich abzurunden, du hast gesagt wir waren.
01:00:35: im ersten Jahr hatten wir durch diese Wildcard die Möglichkeit bis ins Achtelfinale durchzudringen.
01:00:39: Um gegen Paris Saint-Germain die höchst spielende Mannschaft dann leider im Rückspiel knapp auszuscheiden.
01:00:48: und im zweiten Jahr sind wir ins Final vorgekommen.
01:00:51: Final Four in Köln, da hätte keiner einen Pfefferling darauf gewettet, dass Nord dort irgendwann mal spielen wird aufgrund der jungen Vereinsgeschichte.
01:01:00: Aber wir haben als Mannschaft so ein geilen Weg mitgestartet.
01:01:06: Der Verein ist heute etabliert in der Champions League.
01:01:09: War schon ein zweites und drittes Mal im Final Four.
01:01:12: aber dann da ins Champions-League-Finale zu kommen weil wir im Halbfinale Paris geschlagen haben das war für mich ... Der schönste Abschluss, den man sich vorstellen konnte.
01:01:23: Was
01:01:23: war denn da der Dominic Klein Faktor?
01:01:25: Bist du wirklich so die Schüsselperson gewesen?
01:01:27: Also in meiner der Verein wollte das haben dich geholt und die Wildcard Die Mannschaft wird gut gewesen sind jung hast Du gesagt aber die haben Dich ja aus einem Grundkohl klar Du warst erfahrene Aber kannst Du es mal so in zwei drei Sätzen zusammenfassen was so der klein faktor war?
01:01:45: Das über sich selber sagen zu müssen ist mir bis nun angenehm.
01:01:49: Was ich jetzt sagen kann, dass mich die Fans dort von Beginn an geliebt
01:01:55: haben.".
01:01:56: Weil ich mit meiner Emotion, mit meinem Jubel.
01:01:59: Mit meiner Ehrlichkeit, mit meinen Passion für diesen Sport, das haben die sofort gespürt.
01:02:04: Da kommt einer, der will sofort die Sprache sprechen.
01:02:06: Der ist im Wippraum auch gleich im Smalltalk bei den Ehrenamtlern zu Hause.
01:02:10: Ich bin nach jedem Heimspiel zu den Ehrendamtern ins Geräteraum und hab mich da noch mal bedankt und vielleicht ein Gläschen Wein aufgemacht und so was die Frau Soßen gerne machen.
01:02:21: Und es gibt dort eine ... ... Fanfare.
01:02:24: Also es gibt dort ein Orchester, was jedes Mal gespielt hat.
01:02:28: Noch heute ist
01:02:29: ... Orchester?
01:02:29: Ja also immer so eine Blaskapelle... Ist immer bei jedem Heimspiel in der Fan-Ecke, in der Fankurve.
01:02:37: Ich hatte immer Wiesenstimmung bei jedem Himensspiel.
01:02:40: Und was die dann ab dem ersten Spieltag gemacht haben?
01:02:44: nach jedem Heimsieg musste ich mich vor diese Blaskapelle stellen und ... zu orchestrieren, ein Prozed der Gemütlichkeit.
01:02:52: Haben die jedes Mal für mich angespült?
01:02:54: Weil das deutsche Lied, das muss mir jetzt dem aus Bayern und München kommen denn, den muss man dann... Wie unangenehm mit es natürlich in einer gewissen Form war!
01:03:03: Ich meine, das war genau meine Art des Fan-Daseins, das hat mich schon gefallen.
01:03:08: Aber jetzt muss man auch wissen, teilweise haben die Franzosen mich da schon auch in einer gewissen Form als Star gesehen.
01:03:18: Und der Star wollte ich ja gar nicht ... Ich hab genauso den Medizinkoffer vom Bus in die Halle getragen, wie ich sonst auch gemacht habe und diese Werte wurden damals schon ein bisschen beäugt.
01:03:30: Wie kann er jetzt so schnell Fan-Liebling sein?
01:03:33: Wie kann der sich so schnell da so einfügen?
01:03:37: Dafür hab ich mich sehr mit beschäftigen müssen, ähm... Wie man das so gesehen hat.
01:03:43: Authentizität.
01:03:45: Und ich wollte mich aber nie zurücknehmen von dem, was meine Leidenschaft war.
01:03:48: Nämlich nach dem Spielen mit den Kindern das Foto zu machen und das Autogramm zu geben bei den Ehrenamtlern zu sein.
01:03:57: Damit will ich sagen ... Um auf den Faktor zu kommen, kann man gar nicht so ... Nein, ich bin links außen in der Mannschaft.
01:04:03: Also ein Faktur auf links außensein im Handballsport ist jetzt der geringste, würde ich mal sagen.
01:04:09: Aber diese Leidenschaft und dieses Brennen für den Sport, dass das ein Faktor gewesen ist, um diesem Verein so nahe zu stehen und die Identifikation dafür zu leben.
01:04:22: Und am Ende sind wir auf dem Spielfeld alle dafür da gewesen besser werden zu wollen, jeden dritten Tag ein Spiel gewinnen zu wollen – und es hat sich so ausgezahlt!
01:04:30: Ja, man kann Führungsspieler ja auch wieder Position sein?
01:04:33: Ja, nochmal, da gehört ehrlicherweise auch dazu wie ist es Innenverhältnis ... zum Kapitän, wie ist das Innenverhältnis zu Mitspielern?
01:04:42: Wofürst du da mal dieses richtige Gespräch um... dass es allen gut geht.
01:04:47: Das war eigentlich mir immer wichtig.
01:04:48: Ich konnte glaube ich immer unseren ganzen Kapitänen auch in der THW Kielzeit immer so ein bisschen Flurfunk und ein bisschen Empathie mitgeben weil mir das auch wichtig war, dass die Mannschaft funktioniert, dass es im Trainer-Spieler Verhältnis passt Und da ist halt ein Kapitain oftmals eine große Schnittstelle.
01:05:07: Lass uns jetzt zum Ende des Podcasts, aber unbedingt noch über den Engagement im Campus ... im Handballcampus München sprechen.
01:05:17: Den hast du gegründet richtig?
01:05:18: Zusammen mit dem Christian Emmerich genau!
01:05:20: Okay und ihr habt das gemacht weil ihr junge Menschen mitnehmen wolltet in den Handball-Sport,
01:05:25: richtig?!
01:05:26: Ja, noch viel mehr eigentlich das Bewegungsangebot hochzuhalten, weil wir haben während Corona Zeit gegrünnet, zwanzig einundzwanzig, vierter Februar zwanzigeinzwanziger, also wir sind jetzt vor kurzem fünf Jahre geworden Mit der damaligen Idee, Kinder im goldenen Lernalter zu mehr Bewegung zu begeistern.
01:05:43: Das heißt nämlich in Grundschule-Kindergärten da wo ja der Sport zur Corona-Zeiten als erstes gestrichen wurde.
01:05:48: neben Musik und Kunst waren das die Fächer, die sofort irgendwie gestrichenen wurden?
01:05:54: Und wo kriegen wir überhaupt Kreativität entwickelt?
01:05:57: Das kriegen wir nur in diesen Fächern, die ich gerade genannt habe!
01:05:59: Und Sport ist für uns alle glaube ich sehr wichtig und bewegungsangebote zu haben.
01:06:04: Daher haben wir gesagt Immer Klammer auf mit Ball, Klammern zu.
01:06:08: Weil wir aus dem Handball kommen wollen wir das in die Schulen zurück tragen und das haben wir geschafft.
01:06:14: mittlerweile bewegen wir tausend Kinder pro Woche in den Schulen Wir haben gewisse Stammschulen, wir haben Projekte an Kindergärten, wir machen Ferienbetreuung Handballcamps Und dass immer mit Bezug vor allem mit freiwilligem sozialen Jahr, also mit FS Jöttlern die nach ihrer Schulzeit noch nicht wissen wo sie als nächstes ins Studium gehen wollen.
01:06:36: Kann man wie der frühere Zivildienst kann man bei uns ein soziales Jahr machen und wir sind glaube ich eine ganz coole Einsatzstelle weil bei uns stehen teilweise die FS Jötler vor der Tür und wollen gerne dabei sein, wollen in der Schule den Kindern was weitergeben und auf so ne Koordinationsstelle haben.
01:06:54: Ja, committed.
01:06:55: Wir wollen professionelle Strukturen schaffen dass Vereine die ehrenamtlich geführt sind eben sich nicht darum kümmern können einen Jugendlichen nach der Schulzeit zu zu managen oder zu führen und zu entwickeln Und ich habe zwar das Alter drei bis zwölf Jahre was auch unsere Zielgruppe ist genannt.
01:07:12: aber Die Entwicklung von jungen Menschen die aus der Schule heraus kommen die innerhalb von diesem einen Jahr plötzlich vor der Klasse stehen und da den sportunterricht machen Das ist so schön zu sehen.
01:07:24: Diese Entwicklung von jungen Menschen, das ist eigentlich weshalb wir das Ganze mit Leidenschaft vorbereiten.
01:07:31: Also ich wusste
01:07:32: ja gar nicht, dass es jetzt mittlerweile ein tausend Kinder und Jugendliche sind?
01:07:35: Und wie viele Trainer und Trainerin habt ihr da im Team?
01:07:38: Wir sind vier Festangestellte.
01:07:40: Wir haben drei FSJ-Dler zwei duale Studenten.
01:07:44: Und nochmal diese Stammschulen die sich auf unsere FSJ zurückgreifen können.
01:07:49: Dort sind quasi Nachmittagsunterricht, im Sportunterricht unterstützen wir und wir freuen uns diese FSJ-Koordination auszubauen damit wir noch an mehr Schulen kommen.
01:08:00: Und dafür braucht es natürlich Gönner und Förderer und Stiftungen, Sponsoren die uns überhaupt das für ermöglichen dass wir solche FSJ bei uns ins Team aufnehmen können.
01:08:10: Darüber finanziert ihr euch?
01:08:12: Darüber fairen dann ziehen wir uns.
01:08:13: Das ist so ein Bewegungsangebot in den Ferien.
01:08:15: auch mit Teilnehmergebühren beschäftigt werden kann, ist auch klar.
01:08:20: Aber wir haben so unsere zwei Säulen auf die wir uns berufen nämlich Schule im Ganztag ein ganz großes Thema was jetzt verpflichtend wird.
01:08:29: also die Schulen wissen ja teilweise nicht wie sie den Ganztage wirklich auch bestücken können.
01:08:33: wollen wollen wir eine Initiative sein und wir wollen natürlich auch das Angebot in den Ferien in den Camps in den Skill Trainings für die Kinder und Jugendlichen aufrechterhalten.
01:08:44: Und spürst du da jetzt eine zunehmende Begeisterung für Handball?
01:08:48: Also die Begeisterung ist schon immer da, weil ich glaube wir haben einen entscheidenden Faktor.
01:08:53: Ich hab leider die Giraffe nach, ne?
01:08:55: Die hol' ich gleich nochmal raus!
01:08:56: Wir haben ja eine... Ein Maskotchen nämlich beim Handballcampus.
01:08:59: Darf ich dir kurz holen?
01:09:00: Ja klar!
01:09:00: Habe
01:09:00: Zeit?!
01:09:02: Nämlich die Rafi hier, die haben wir hier.
01:09:05: Weißt du für was die Giraffensprache steht?
01:09:09: Die Girattensprach?
01:09:11: Jetzt habe ich dich auf dem falschen Fuß.
01:09:13: Ich
01:09:13: könnte mir vorstellen überblickend.
01:09:15: Ja sehr gut.
01:09:18: Ist ja groß.
01:09:19: Sehr gut!
01:09:20: Vielleicht Kommunikation so auch aus der Helikopter-Ebene mehrere Bereiche umfassend, aber du kannst es sicherlich auf den Punkt genau sagen.
01:09:31: Die steht für die gewaltfreie Kommunikations- und deine ersten Ideen dazu sind genau richtig nämlich ergänze noch... ...die Giraffe ist das Land hier mit dem größten Herzen, mit der größten Empathie für seine Mitmenschen hätte ich fast gesagt für sein Rudel.
01:09:45: Und genau diese Giraffensprache ist in der Erziehung von Pädagogen und Erziehern ein festes Bestandteil ihrer Erziehungen.
01:09:55: Und deswegen, als mir unser Team aus der Kindergarten-Grundschule gesagt hat, das was du machen willst mit dem Handballkammus, das ist ja die Giraffendsprache!
01:10:03: Habe ich genauso geguckt wie du mich gerade angeguckt hast, was die Girappensprach ist?
01:10:07: Das wird genau unsere Story, die wir erzählen.
01:10:11: Indem wir auf Wertschätzung der Ebene kommunizieren und auf Augenhöhe mit den Kindern leuchtende Kinderaugen generieren durch unsere Ansprache.
01:10:22: Und das wollen wir verkörpern.
01:10:23: Deswegen sind wir bedacht auch da den Fokus zu setzen in Zukunft ganz vielen Kindern wertschätzen gegenüberzutreten.
01:10:32: Ganz stark, Dominic.
01:10:35: Das finde ich toll und es ist schön dass ihr nach fünf Jahren auch täglich ein tausend Kinder in die Bewegung bringt das ihr Handball vermittelt, ein toller Sport, ein Teamsport der auch sehr intensiv ist.
01:10:48: Hast du denn als Ziel das München-Handball statt wird?
01:10:52: Naja also wenn man dieser Leidenschaft so nahe ist dann wollen wir die Geschichte auch nach dem Campus erzählen.
01:10:58: Ich habe ja gerade die Zielgruppe drei bis zwölf Jahre genannt.
01:11:02: Daraus ist ja jetzt noch mehr entstanden, nämlich eine Handballgemeinschaft.
01:11:06: also wir haben einen Verein gegründet der auch die Kinder und Jugendlichen nach dem zwölften Lebensjahr begleiten möchte und so kommen wir tatsächlich zur nächsten.
01:11:16: Wir nennen Skipfeltour und nicht Leuchtturmprojekt dass wir mit dieser Handball Gemeinschaft auch leistungsorientierten Sport anbieten wollen am Standort München.
01:11:24: daher Ehrlicherweise ist das noch mal eine Podcast-Folgewert irgendwann, damit wir den Handballstandort hier in München etablieren für Mädels und für Jungs.
01:11:35: Die Infrastruktur wäre gegeben?
01:11:38: In der SAP Arena finden auch zum Teil Handballspiele.
01:11:41: Im SAP Garten haben wir schon einen Supercup ausführen dürfen also nicht wie, sondern die Handballbundesliga wo der deutsche Meister gegen den Pokalsieger spielt bei den Männern und bei den Frauen Am Standort in München.
01:11:54: bald wieder die Handball-Nationalmarschaft.
01:11:57: Die Euphorie ist ja deswegen so groß nach der Euro, weil jetzt schon eine HeimwM vor der Tür steht und wir haben ja ... die deutsche Mannschaft im SAP-Garten im Januar, siebenundzwanzig.
01:12:08: Und das ist natürlich der größte Peak der Handballgeschichte, die wir in Münchenschreiben können.
01:12:14: Genau dann möchte ich als Handballgemeinschaft da sein und sagen okay, wir haben es in der Schublade vorbereitet, junge Talente jetzt im Spielbetrieb.
01:12:24: Wir starten Jugendbundesliga als Dachmarke für die Vereine, die wir zusammenbringen wollen als Gemeinschaft und auf diesem Weg bewege ich mich schon sehr lange mit einem großen Team und wollen das gemeinsam aufbauen.
01:12:36: Jetzt brennt mir natürlich die Frage auf der Zunge und wie fühlt sich es an Dominik?
01:12:43: Wie fühlt sich das an?
01:12:44: Das fühlt es sich wirklich nach Gänsehaut an, weil ... das ist ein Lebensprojekt.
01:12:49: Was wirklich dazu führt noch mehr in diesen Bannen zu nehmen, die diesen Weg mitgehen wollen.
01:12:55: Deswegen nennen wir's auch Gipfel-Tour.
01:12:57: Weil jeder kann sich gerne dazu ... mit anschließen der so eine Euphorie und so eine Werte vermittelt, die wir, glaub ich, in den letzten Stunden ganz gut ausgearbeitet haben.
01:13:07: Wunderbar!
01:13:08: Dominik, herzlichen Dank.
01:13:09: Vielen
01:13:09: vielen
01:13:10: dank!
01:13:10: Dass du bei uns gewesen bist.
01:13:12: Vielen Dank für das sehr spannende Gespräch Einblick in deine Karriere Das was dich als Mensch ausmacht und was Du als Mensch dazugelernt hast während deiner Karrieren Und freue mich sehr darauf dein Weg weiter zu verfolgen.
01:13:27: Schauen wir es aus München als Handballstadt wird In der Zukunft und freue mich auf die nächsten Begegnungen.
01:13:33: Danke schön!
01:13:34: Danke schön fürs Zuhören.
01:13:41: Das war der Beat Yesterday Podcast mit Dominic Klein.
01:13:45: In der nächsten Folge ist die deutsche Rennfahrerin Sophia Flurch zu Gast.
01:13:49: Sophia hat als erste Frau in der Formel IV Geschichte geschrieben, ich freue mich wenn ihr wieder rein hört!
Neuer Kommentar