Mehr als nur Motorsport: Nico Hülkenberg über Erfolg und Scheitern

Shownotes

Was macht das Siegen aus? 17 Jahre Formel 1, 267 Grand Prix, ein Podiums Platz, ein Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans und ein Comeback, das viele nicht mehr für möglich gehalten hätten: In dieser Folge von Beat Yesterday spricht Nico Hülkenberg über die Höhen und Tiefen seiner außergewöhnlichen Karriere. Gemeinsam mit Kai Tutschke blickt er zurück auf seine ersten Schritte im Kartsport, den Weg in die Formel 1 und die Herausforderungen einer Sportart, in der Talent allein oft nicht ausreicht. Nico erzählt von verpassten Chancen, schwierigen Entscheidungen, seiner Zeit ohne Stammcockpit und davon, wie ihn Rückschläge geprägt haben. Außerdem spricht er über den legendären Le-Mans-Sieg mit Porsche, die Bedeutung von Teamkultur im Motorsport, körperliche und mentale Leistungsfähigkeit sowie sein heutiges Kapitel bei Audi in der Formel 1. Eine ehrliche Folge über Leidenschaft, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, immer wieder aufzustehen.

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00:00:01: Als Rucki in der Formel eins macht man auch viele Fehler.

00:00:04: Und ich war in dem Jahr, würde ich sagen jetzt so nach hinein wenn ich reflektiere schon an der einen und anderen Stelle ein bisschen ungestüben.

00:00:10: Ich glaube diese Selbstzweife sind auch gut weil die halten einen scharf, die halten einem irgendwie hungrig.

00:00:23: Es wird dann aber relativ schnell auch teuer und später wurde es dann auch ein zweimal knapp dass fast das Licht ausgegangen ist oder es nicht weiter ging will aufs Podium, man will um Rände gekämpfen und wenn es viele Jahre dann nicht passiert oder aus irgendwelchen Gründen immer irgendwas dazwischen kommt.

00:00:43: Dann ist das natürlich bitter frustrierend und kommt man natürlich schon mal ans Grübeln und denkt so hey reicht's doch irgendwie nicht.

00:00:50: was mache ich falsch?

00:00:50: Oder warum wieso weshalb?

00:00:54: Was macht den Erfolg aus?

00:00:56: wie viel Prozent macht der Fahrer aus und wie viel prozent macht das Auto aus?

00:01:06: Jede Folge ein Gast jede Geschichte eine Inspiration aus der Welt des Sports.

00:01:13: Willkommen zu Beat Yesterday, dem Podcast von Garmin.

00:01:18: Mein heutiger Gast ist Nico Höckenberg!

00:01:21: Mit über zweihundertsechzig Gramm Priestaats steht der Formel I Pilot für Konstanz, Disziplin und die Fähigkeit sich über viele Jahre hinweg auf hohem Niveau zu behaupten.

00:01:33: Wir sprechen über die High- und Lowlights seiner Karriere Die Bedeutung von Teamkultur im Motorsport und darüber, wie die Verbindung aus mentaler und körperlicher Leistungsfähigkeit seinen sportlichen Alltag prägt.

00:01:49: Nico Höckenberg herzlich willkommen zum Beat Yesterday Podcast!

00:01:52: Nico du bist seit siebzehn Jahren Formel I Rennfahrer mit zweihundert dreiundsechzig Rennen einer der erfahrensten Formel-I Fahrer weltweit.

00:02:01: Du hast alle Phasen an der Profikarriere erlebt – von einer Zeit ohne Festsystem bis zum Polionsplatz.

00:02:08: Außerdem hast du das legendäre Vierundzwanzig-Stunden-Rennen von Le Mord gewonnen, was vierund zwanzig Jahre lang keinem Formel-Einsfahrer gelungen ist.

00:02:16: Nico, schön dass du hier bist!

00:02:17: Vielen Dank, danke für die Anladung!

00:02:19: Nico, warum fährst Du Autorin?

00:02:22: Weil ich es liebe und meine Passion ist.

00:02:26: Das ist das, was ich am besten kann und seit meiner Kindheit mache den Cardsport entdeckt, als ich acht Jahre alt war und seitdem bin ich da hängen geblieben.

00:02:37: Wie

00:02:37: bist du zum Cardsport gekommen?

00:02:39: Es kam über Freunde unserer Familie oder für meinen Vater eigentlich ein Fußballkollege meines Vaters.

00:02:46: Deren Sohn ist hobbymäßig und spaßimäßig Rennen gefahren, Gokat gefahren bei uns in der Umgebung Und die hatten uns am Main geladen, an einem Sonntag vorbeizukommen und zu gucken.

00:02:57: Ich muss dazu sagen mein Vater war eigentlich auch seit klein auf selber Riesenmotorsport- und Rennfan ist aber nie dazugekommen das auszuleben.

00:03:04: ich komme ja aus einer Spezitionsfamilie also mit Autos LKWs mit vier Reden irgendwie groß geworden sowieso schon.

00:03:12: Und dann sind wir ja dahin in der Einladung gefolgt haben das Rennen gesehen und ich so ja doch ist cool würde ich auch gerne mal probieren.

00:03:20: da sind wir am nächsten Tag direkt am Montag hin.

00:03:22: Ich durfte das Kart von unserem Bekannten fahren und testen.

00:03:28: Das Gefühl hat direkt gepasst, dem Motorsport gibt's halt so diesen Spruch die Stop-Uhr-Lügnis.

00:03:32: Und dieser auf Anhieb recht gut aus.

00:03:34: Ähm ... ich hatte Spaß, mein Vater hatte einen Riesengrinsen aufm Gesicht.

00:03:38: Das war der Startschuss!

00:03:40: Also du hast dich reingesetzt in das Kart und hast gespürt okay hier muss ich her?

00:03:44: Hier bin ich zu Hause, ihr fühlst mich wohl?

00:03:47: Ich fühlte mich wohl genau.

00:03:49: Instinktiv so ein bisschen was ich zu tun habe wie gesagt.

00:03:51: Ich glaube auf dem Spielationsgelände bin ich mit einem Stapler groß geworden, hab'n bisschen Sachen rangiert bei uns auf unserem Gelände und da wird man natürlich ja wenn man damit groß wird dann hat man einfach diese Affinität zum Automobil.

00:04:04: Und das hat irgendwie von Anfang an sehr gut gepasst!

00:04:09: Wie kam es denn aus dieser ersten Liebe zum Cardsport?

00:04:14: ... diese Erfolgsstory wurde.

00:04:17: Wie ist da so die Entwicklung gewesen, dass du von einer Passion zu einem der besten in dem Sport geworden bist bis die Formulanz dann losging?

00:04:26: Ja es war ein langer Weg, viel passiert zwischen meinem achten Lebensjahr und jetzt noch neuer Jahr, also gut mehr, dreißig Jahre, ein dreißiger Jahre, die ich jetzt im Motorsport bin... Und ehrlich gesagt vom ersten Moment an ging's da für mich um alles, um Leben und Tod quasi.

00:04:41: Obwohl es kein Beruf ist natürlich am Anfang.

00:04:43: Und einfach nur ein Hobby und Spaß aber... Es ging dann relativ schnell los mit Wettkämpfen regional bei uns in der Umgebung.

00:04:50: Das ging eigentlich bei uns eher in Holland los weil ich komme aus Emmerich rein was direkt an der holländischen Grenze ist.

00:04:56: Wir hatten viel mehr Kartstrecken in der Nähe die in Holland lagen als in Deutschland.

00:05:00: da war Kerpen die nächste aber das war über eine Stunde weit weg.

00:05:03: von dem her waren die Anfänge wirklich in Holland.

00:05:07: Die ersten Wettkämpfe, die gingen gut.

00:05:09: Ich habe auf Anhieb quasi die Konkurrenz gebügelt und konnte Sieg einfahren.

00:05:14: Und wie gesagt mein Vater, mein Opa haben das natürlich von Anfang an unterstützt.

00:05:18: als kleiner Knirps ist man da darauf angewiesen dass die Eltern des Mitgehenes natürlich auch finanztechnisch kein sehr günstiges Unterfangen.

00:05:28: der Motorsport.

00:05:29: Man muss ja in den Automobil-Sport auch Geld mitbringen.

00:05:32: Also deine Eltern haben dich unterstützt, aber hattest du am Anfang schon andere Unternehmen, die dir unterstützt haben?

00:05:39: Wie kam das Geld rein in den jungen Jahren?

00:05:41: Nee ganz am Anfang nicht.

00:05:42: Ganz am Anfang war es wirklich nur die Familie.

00:05:44: Die Eltern, die Großeltern, die unterstützt und finanziert haben.

00:05:49: Es wird dann aber relativ schnell teuer.

00:05:52: Und später wurde's dann auch ein, zwei Mal knapp ... Fast, ja.

00:05:57: Das Licht ausgegangen ist oder es nicht weiter ging und irgendwann muss man da definitiv dann Unternehmen, Sponsoren, Gönner was auch immer haben weil sonst ... Ja, ist das schwierig da weiterzukommen?

00:06:08: Ja, das ist ja der Punkt wo viele dann auch scheitern im Auto-Mobil Sport weil dann halt die finanziellen Mittel nicht da sind obwohl der Wille sehr ausgeprägt ist und...

00:06:17: Ja teilweise auch Talent aber genau!

00:06:19: Man braucht wie gesagt auch die Finanzmittel.

00:06:22: Zerlehnt auch.

00:06:23: und dann das, worüber wir in dem Podcast auch immer gerne sprechen, Disziplin.

00:06:27: Wie hast du denn die Diszipline entwickelt so dabei zu bleiben?

00:06:31: Dass du dann bevor du in die Formel eins eingetreten bist, die Formell zwei geworden hast?

00:06:36: Ich glaube Diszipling habe ich von Haus aus irgendwie... Das ist wahrscheinlich so einer der deutschen guten deutschen Tugenden und da war ich auch schon ... Von Kind auf kann ich mich gut erinnern.

00:06:48: Bevor ich mit dem Cardsport angefangen habe, war ich so eher ein bisschen so moppelig und ein bisschen runder und entspannt.

00:06:54: aber als es dann ernst wurde, bin ich wirklich im Laufen angefangen und hab da auch eine Leidenschaft entdeckt.

00:06:59: bis heute gehe ich sehr gerne laufen und mache das gerne.

00:07:03: und da war wirklich am Anfang die Disziplin einfach fit zu sein die Kilometer zu bekommen und einfach auch der Trainingseffekt, der mir beim Cardsport und beim Motorsport geholfen hat.

00:07:14: Die Correlation war da und mit den Disziplinen weiß ich nicht.

00:07:18: Da habe ich nie Probleme gehabt.

00:07:19: Die war irgendwie in meiner DNA drin!

00:07:23: Und dir dich hier auch weit gebracht.

00:07:24: Du wurdest im Jahr two thousand nine Formel II Meister.

00:07:26: Damals hieß es noch Gepie II, richtig?

00:07:29: Ja dann stand ja quasi alle Türen offen und es gab noch keine Superlizenzpunkte damals,

00:07:35: du hast

00:07:36: dich nicht qualifizieren für die Formel I so wie das heute ist sondern du brauchtest ein Team und dein erstes Team war Williams.

00:07:43: Du hast deinen Debüt gefeiert bei Williams dann zwei tausendzehn Und dann ging es los in der Formel I. Wie war das für dich, als der Junge aus Emmerich, der kartgefahren ist, in die Formel einzustarten?

00:07:57: Hast du dir gesagt, jetzt bin ich angekommen da wollte ich hin und jetzt steht mir die Welt offen.

00:08:03: oder kamen dann der Druck?

00:08:04: Wie war dass für dich?

00:08:05: Es war erstmal cool!

00:08:11: dass die Tappenziele reicht, Formel I Fahrer zu werden war das ausgesprochene Ziel seit Anfang der Karriere.

00:08:17: Seit dem Cardsport, so eigentlich seitdem ich acht, neun Jahre alt bin.

00:08:20: Das dann zu erreichen, war natürlich stolz happy – ich weiß noch, es war damals im Jahr zwei Tausendneuen.

00:08:26: Da habe ich quasi in England den Oxford gelebt weil ich so eine Art Praktikum gemacht hab in der Williamsfabrik.

00:08:31: und da bin ich die unterschiedlichen Departments, ich sage mal noch auf Deutsch.

00:08:36: Abteilung!

00:08:37: Abteilungen genau bin ich die durchlaufen um einfach so ein bisschen mehr Verständnis für alles zu bekommen und kamen Mitarbeiter der Assistent von Frank Williams zu mir und sagte komm bitte mal nach oben Frank möchte dich gerne in seinem Office sehen und ich so oh je.

00:08:50: was war das jetzt los?

00:08:51: Was habe ich gemacht und bin dann hoch zu ihm und da hat er mir dann die frohe Kunde mitgeteilt dass sich im Folge ja dann befördert werde als Haupttrennfahrer.

00:09:03: Das war natürlich ein großer Moment.

00:09:05: Die

00:09:05: Geburtstag-Weihnachten zusammen,

00:09:06: oder?

00:09:06: Genau!

00:09:07: Dann rausgegangen erst mal meine Eltern angerufen und informiert.

00:09:10: Ja das war cool.

00:09:11: Und mein erster Formel I Test war auch mit Williams.

00:09:13: Es war im Winter Dezember Zwei Tausend Sechs.

00:09:19: Mein allerallererster Formell I Test.

00:09:21: Da war ich schon

00:09:22: früh,

00:09:23: da warst du in der Formel Drei.

00:09:26: Da gab es noch zwei Autos beim Testen.

00:09:28: Nico Rosseberg war damals der Einsatzfahrer, der Hauptfahrer ist im anderen Auto gesessen und gefahren.

00:09:32: Von daher hatte man eine gute Referenz und einen guten Vergleich.

00:09:36: Hat mich da beim ersten Test, habe ich mir einen kleinen Fehler erlaubt nach zwanzig Runden.

00:09:40: Es war nicht so elegant und so gut aber mein Glück war dass ich auf Anhieb recht schnell war und nah am Nikodran war.

00:09:46: das hat es mir ein bisschen so den Hintern gerettet

00:09:48: Als du bei Williamstown gestartet bist.

00:09:52: Du warst einundzwanzig, ein-zwanziger, zwei-inzig also sehr jung noch.

00:09:57: Du hast gleich eine gute erste Saison gehabt.

00:09:59: Du wurdest vierzehnter in der Gesamtwertung, hattest du einen Pool-Position im Brasilien sogar?

00:10:05: Was sportlich total überzeugt im ersten Jahr!

00:10:08: Ja ich glaube es war nicht schlecht... Es war schon gut und viele Spitzen und Highlights gesetzt in dem Jahr.

00:10:14: aber als Ruki in der Formel eins macht man auch viel Fehler und ich war in dem ja wirklich sagen jetzt so nach hinein wenn ich reflektiere schon an der ein oder anderen Stelle bisschen umgestüben.

00:10:25: Wir haben einige Fehler erlaubt und geleistet, die dem Ganzen auch ein bisschen ... oder ja, die das schwierige gemacht haben diese Saison.

00:10:34: Aber insgesamt war die, ich glaube, das Potenzial, die Pace und so war da.

00:10:39: Es hat dann aber trotzdem nicht weitergegangen in den Jahr- und Elf für mich bei Williams, aber das war aus anderen Gründen.

00:10:46: Das Team hatte wirtschaftlich ein bisschen Probleme

00:10:48: auf Geld und so weiter.

00:10:50: Zum Ende Jahrzehnte hat William C. zwei Hauptsponsoren verloren, die haben beide ihre Verträge nicht verlängert und es gab ein ziemlich großes Finanzloch und das musste irgendwie gestopft werden und deswegen bin ich da temporär unter die Rede gekommen.

00:11:04: Wie war das dann für dich?

00:11:05: Also wenn du das erste Jahr so gut gemeistert hast, du hast gerade gesagt, ein paar Fehler sind dir unterlaufen weil du einfach ungestimmt gewesen bist, weil du zu viel, zu schnell wolltest...

00:11:13: Genau!

00:11:14: Und natürlich in den Stück weit Unerfahrenheit, manchmal will man's am Anfang, wenn man jung ist PS hat, wenn man die Eisenstangen mit dem Hand brechen.

00:11:22: Aber das geht natürlich auch nicht und ist einfach der normale Lernprozess vom Leinen.

00:11:27: so komplexes sind so viele unterschiedliche Sachen, die man durchlaufen muss.

00:11:32: lernen muss ein bisschen noch die Hörner wahrscheinlich abstoßen.

00:11:36: Ja, wie gesagt.

00:11:37: Ich war natürlich erstmal dann mega enttäuscht und habe so den Glauben an alles verloren weil dachte Mensch ich mache doch hier keine schlechte Arbeit und die Ungerecht ist die Welt und war natürlich erst mal das Ende der Welt für mich in dem Moment.

00:11:51: aber er wurde dann bei FOSS India.

00:11:53: Die haben mich quasi aufgefangen und ein Jahr da geparkt als Ersatz- und Reservefahrer mit dem sicheren Rennsitz wieder dann für zwanzig zwölf.

00:12:01: War das denn so für dich, dass du realisiert hast?

00:12:03: Okay es geht nicht nur um Leistungen also meine sportliche Leistung die solide gewesen.

00:12:06: vielleicht war ich ein bisschen zu zu ambitioniert aber der Grundstock ist da.

00:12:10: Ich kann viel leisten.

00:12:11: ich spür das Und jetzt bin ich raus.

00:12:13: Jetzt bin ich aus dem Team.

00:12:14: schon nach einem Jahr nach einer Saison war das so der harte Realitätscheck auch Mit der Formel eins Dass es nicht nur darum geht sondern halt auch viel um Geld, um Möglichkeiten.

00:12:24: Absolut!

00:12:25: Das war ja ein eigener Leib und einen eigenen Haut.

00:12:29: erfahren dass es nicht nur Sport ist sondern auch ein Riesenbusiness und Industrie ist natürlich als junger Mann in dem Moment unschön und war nicht cool.

00:12:39: aber im Nachhinein bin ich da gut durchgekommen hat mir das aber irgendwie viel gegeben und ich habe dadurch viel gelernt

00:12:46: Und du hast auch schon eine gute Reputation gehabt oder?

00:12:48: Also man kannte dich hier auch durch den Sieg der Formel II und dann das erste Jahr, bei William II auch ganz solide.

00:12:54: Wie war das mit Force India?

00:12:56: Du warst ja kein Stammfahrer zu Beginn, sondern halt Reservefahrer.

00:13:00: Und hast dich aber zum Stamm-Fahrer entwickelt?

00:13:03: Ja wie gesagt es war ein Ersatzbank mäßig.

00:13:09: Mit aber schon dem Wissen dass es danach im Folgejahr wieder ins Rennkuck mitgehen wird.

00:13:15: ich habe in diesem Jahr relativ viele erste freie Trainings bekommen und bin, glaube ich, zwölf Freitrainings gefahren für FOSS India.

00:13:22: Also, dass ich einfach ein bisschen Fahrpraxis weiter in hab' und nicht komplett gar nichts fahre in einem Jahr war natürlich nicht so ideal.

00:13:29: wenn du dann da stehst am Anfang deiner Karriere Du stehst in der Box und du siehst die Kollegen oder die anderen fahren aus der Box raus und dir brennst unter dem Finger nagel.

00:13:37: aber ja, der Situation war ich damals ausgesetzt Und musste das ja überstehen.

00:13:44: Und du hast es überstanden, die Saison-Zweißen-Zwölf als etablierter Fahrer war dann auch schon wieder ganz ordentlich mit Platz elf.

00:13:52: Du bist dann gewechselt zu Saubermotorsport ein Team aus der Schweiz.

00:13:56: Sauber hatte damals vier Podiumsplätze und sie sind gut gefahren, ihr hattet ein gutes Auto.

00:14:02: Hast du dir damals gesagt ja ich will jetzt auch mehr?

00:14:06: Die haben gute Setup, die haben gutes Auto Ich will raus aus dem Mittelfeld, ich will schneller fahren.

00:14:13: Also gehe ich zu sauber?

00:14:14: Oder was waren die Motivationsgründe dann zu wechseln

00:14:17: damals?".

00:14:18: Ja, ich habe das natürlich als Chance gesehen.

00:14:19: In den Jahren Jahr zwölf hat Sauba wirklich ein super Auto konzipiert und gebaut.

00:14:25: Und ich wurde in der Zwölfer-Saison einige Male von Sergio und Camuy, die damals da gefahren sind im Rennen überholt... ...und die haben mich dastehen lassen wie sonst was!

00:14:35: Das Auto war eine Waffe, eine absolute Rakete.

00:14:37: Die haben ja wie du gerade erwähnt hast ein paar Podiumsplätze eingefahren und ich dachte ja hier das ist schon okay bei VorSyndia aber man will natürlich mehr.

00:14:46: Man will sich weiterentwickeln.

00:14:48: Man wird schneller an die Erfolge kommen und die Gespräche mit Sauber fingen dann an.

00:14:53: im Sommer zwanzig zwölf und ja das als Chance gesehen.

00:14:57: Haben wir das auch am Ende des Tages eingetütet?

00:15:00: Ich bin gewechselt dann zu sauber in zwei dreizehn hin Aber dann kam leider alles anders.

00:15:05: Das ist das Jahr- und Dreizehn-Auto, war da nicht mehr ganz so?

00:15:08: Genau!

00:15:09: Das wurde dann erst besser in der zweiten Saison hebt richtig?

00:15:11: Genau.

00:15:12: Das

00:15:12: Auto ist für euch ja immens wichtig.

00:15:14: also sagt man so ein bisschen wie ist denn für dich die Ratio?

00:15:17: was macht den Erfolg aus?

00:15:19: Wie viele Prozent macht ihr Fahrer aus und wie viel prozent macht das Auto aus?

00:15:23: Ich sage mal guter Fahrer braucht ein gutes Auto aber andersrum genauso weil guckt dir die Zeiten an wo keine Ahnung jetzt zuletzt der Hamilton dominiert hat Dann eher Mercedes dominiert, denn Mercedes war das beste Auto mit Abstand.

00:15:37: Aber der Teamkollege war weit weg.

00:15:40: Max Verstappen bei Red Bull macht auch den Unterschied.

00:15:43: die Team-Kollegen sind immer relativ weit abgeschlagen.

00:15:46: von daher es braucht beides.

00:15:47: aber man ist im Motorsport natürlich schon von seinem Arbeitsgerät abhängig.

00:15:52: und da sieht man ja auch jetzt aktuell Max Verstappen ist sicherlich einer der besten Fahrer wenn nicht der beste Fahrer den es gibt Aktuell gibt der Red Bull das halt auch nicht, dass er um Rennsiege kämpfen kann.

00:16:02: Und da sieht man dann einfach, dass ... ja, das Auto schon so ein bisschen den Ton vorgibt.

00:16:07: Da das Auto bei Sauber doch nicht so gut gewesen ist wie du gedacht hast, war das der Grund warum du wieder zurückgegangen bist zu Force India?

00:16:18: Nicht nur!

00:16:19: Das war eine Mischung aus verschiedenen Sachen.

00:16:21: Die Zwei-Thinzehne-Song war sicherlich... Es war so ne Song mit zwei Geschichten oder zwei Gesichtern.

00:16:27: Die erste Songhälfte war sehr, sehr enttäuschend und wir waren weit von unseren Erwartungen entfernt.

00:16:33: In der zweiten Sonnhälfte haben uns dann berappelt und uns deutlich verbessert und da lief es dann gut zufriedenstellend.

00:16:39: aber es gab auch noch ein paar andere Probleme, ihr Team intern mit einem Management die sich im Hintergrund abgespielt haben warum das da nicht mehr weiter ging

00:16:50: Und bei Force India wieder angekommen?

00:16:54: Was war da deine Version?

00:16:55: Ich meine, du kanntest ja den Rennsteil.

00:16:57: Hatte es nach wie vor Ambitionen.

00:16:59: Warst im Mittelfeld zum Teil.

00:17:02: Aber dein Ziel wäre sicherlich, mein Podiumsplatz zu erreichen vorne mit dabei zu sein.

00:17:08: Mit welcher Motivation bist Du dann wieder zur Force India gegangen?

00:17:11: Das

00:17:11: ist in der Formel I immer so ein bisschen eine Sache auch der Option oder der Alternativen.

00:17:17: Liebend gern, wer hätte ich bei einem größeren Team oder bei einer Marke damals unterschrieben und ehrlich gesagt genau mit dem Werksteam.

00:17:24: Und das war auch mehrmals der Fall, so im Jahr zwei Tausend Dreizehn in der Sommerphase und in den Herbst rein gab es sogar sehr intensive und ernste Gespräche mit den Roten.

00:17:37: Das ist aber leider am Ende des Tages nie Realität geworden.

00:17:41: Und es gab in der Zeit auch Gespräche mit Mercedes, damals, wo Ross Brown noch da war und der Teamchef war in dem Jahr.

00:17:49: Da hätte es auch eine gute Möglichkeit gegeben.

00:17:52: aber dann ist Louis Hamilton mir dazwischen gekommen und hat quasi die Option oder da auch einen Strich durch die Rechnung gemacht.

00:17:59: und von daher bei Sauber wollten wir damals weg und dann blieb die beste Option, die übrig hier bliebe vor das India dahin.

00:18:07: zu dem Team, den man kannte

00:18:09: Du hast gerade gesagt, es gibt ja auch nur eine begrenzte Anzahl von Optionen und das muss man jetzt auch noch mal sagen.

00:18:14: Es gibt in diesen Jahr elf Teams in der Formel eins.

00:18:17: Das waren zehn Teams bisher, zwanzig Fahrer.

00:18:19: jedes Team hat zwei Fahrer, jetzt in diesem Jahr sind es zwanziger Fahrer.

00:18:22: Und grade in deiner Generation waren auch wirklich viele gute Fahrer!

00:18:26: Und es gab...

00:18:27: Viele Deutsche?

00:18:28: ...viele deutsche Fahrer... In

00:18:29: dem Jahr war wir sieben

00:18:29: Deutsche?!

00:18:30: Genau.

00:18:31: Und dein Ziel, nehm ich mal an war es auch immer für ein Werksteam zu fahren oder?

00:18:36: Weil du dann halt viel dichter in der Entwicklung bist.

00:18:38: Weil halt viel mehr passiert rund ums Auto und wenn Du halt ein privates Team bist, dann musst Du halt immer die Technik des Motor dazukaufen.

00:18:47: War das die ganze Zeit so Dein Ziel?

00:18:50: also erstmal muss Ich ... persönlich fit sein, ich muss gut in Shape sein.

00:18:55: Muss mein Sport machen damit ich halt auch performen kann.

00:18:58: weiß es ja darüber reden wir auch gleich nochmal wie anstrengend das für dich ist im Cockpit.

00:19:02: dann brauche ich ein gutes Team und das ist idealerweise ein Werksteam... ...und dann an dritter Stelle wenn ich alles gebe klappt's dann auch mal mit dem Podiumsplatz?

00:19:13: war das so die ganze Zeit?

00:19:14: Die Strategie die du im Kopf gehabt hast?

00:19:17: Wie?

00:19:17: die Strategie ist natürlich immer man will so schnell, erfolgreich sein wie möglich.

00:19:24: Dazu braucht man natürlich ein gutes Team, ein konkurrenzweiges Team.

00:19:28: Wenn man jetzt einfach mal zurückguckt in der Historie gesehen sind natürlich Fabrikeinsätze, sogenannte Werkteams.

00:19:34: wir haben mehr Finanzkraft die haben mehr bessere Ressourcen, bessere Infrastruktur und darum sind in der Regel entticken vor dem Privatteams Und das war natürlich immer so ein bisschen klar ein Ziel dahin zu einem Top-Team zu kommen sich versuchen da hinzuarbeiten.

00:19:50: Und als du bei Forst India wieder zurückgewiesen bist, in der Saison, im Jahr zwei Tausend Fünf hat es zu fünf DNFs.

00:19:57: Oder?

00:19:57: Warst du vor fast fünfzehn?

00:19:58: Vierzehntfünfzehn.

00:19:59: Ja, vierzehnten, fünfzehnteinzechzehn dann da.

00:20:01: Genau!

00:20:01: Erste Saison.

00:20:03: Fünf-DNFs, did not finish... Also du hast alles mitgebracht trotzdem sind die Rennen nicht so gelaufen wie sie laufen müssten eigentlich für dich.

00:20:10: und dann hast du eine zweite Sache gestartet nämlich du hast bei dem Vierundzwanzig-Stunden-Rennen in Le Mans teilgenommen und bis für Porsche gefahren.

00:20:21: Wie kam das?

00:20:22: Und es ist ja recht ungewöhnlich, dass ein amtierender Formel I Fahrer also der mitten in der Saison dann aber auch für ein anderes Team beim Vier-undzwanzigstunden- Rennen in Limon startet!

00:20:31: Wie kam es zustande, was Forrest India gesagt hat?

00:20:34: Nico klar verstehen wir macht das mit Porsche geht er auf den Track vierund zwanzig Stunden mit noch zwei weiteren Fahrern.

00:20:40: Und du hast dann ja auch gewonnen.

00:20:42: und ich habe das Eingangs gesagt, dass es nach vierundzwanzig Jahren das erste Mal wieder eine Formel-I Fahrer gelungen.

00:20:48: Das kam durch Andreas Seidel der damals bei Porsche Teamchef war von dem Motorsportprojekt und Porsche hat die ganze Saison das hier die WEC Meisterschaft und Le Mans ist so das Highlight und das Hauptrennen aus der Serie und Porsche eigentlich.

00:21:03: das Ganze hat zwei Autos eingesetzt aber für Le Mans wollten sie ein drittes Auto einsetzen weil es natürlich einfach prozentual die Chancen erhöht dass einer durchkommt und man erfolgreicher ist.

00:21:13: Und der ist auf uns zugekommen mit dem, ja mit der Idee, mit dem Proposal ob ich mir das vorstellen kann parallel neben der Formel-I Saison auch noch das L'Amorenten zu fahren hauptsächlich plus ein Vorbereitungsrennen ins Bar und ein paar Tests natürlich als Vorbereitung.

00:21:31: Wir sind dann offen ins Gespräch gegangen mit dem Team, wie Jay Malia war damals der Teambesitzer und das ist ein bisschen so wahrscheinlich der Vorteil eines Privatteams.

00:21:39: Der hat sofort gesagt Daumen hoch finde ich cool macht er es!

00:21:42: Und ja, so sind wir angefangen.

00:21:43: Ich weiß gar nicht.

00:21:44: die erste Test war dann im Frühjahr, Zwei-Ton-Fünfzehn und Le Mans war eben im Juni wenn mich alles täuscht und war eine Erfolggeschichte weil am Ende des Tages haben wir das Rennen gewonnen.

00:21:56: War also nicht so abzusehen und so zu erwarten aber Es hat alles gepasst an dem Wochenende und vor allem in diesem Rennen.

00:22:04: Mit Ölbärmber und Nick Tandy haben wir das Ding gewuppt, und wir haben ziemlich dominant gewonnen.

00:22:10: Le Mans hat ja sowas Romantisches auch!

00:22:12: Das ist ein Traditions-Rennen.

00:22:14: über vierundzwanzig Stunden erlebt man oder erzählt mir wie du das so erlebt hast des ganzen Rennens?

00:22:19: Ja es ist natürlich eine ganz andere... In dem Sinne ist es Motorsport aber eine ganz anderes irgendwie Anforderungsprofil weil Formel I Rennen sind immer so Er sprintrennen maximal zwei Stunden, dreihundert Kilometer und vierundzwanzig Stunden rennen ist halt ein Vierundzwanzeig Stundenrenner was über einen Tag geht.

00:22:34: Und man muss sich da bisschen mehr die Sachen einteilen.

00:22:37: Man muss das langfristig sehen.

00:22:40: Das Auto ist natürlich robuster gebaut und muss mehr Haushalten, mehr Kilometer leisten.

00:22:44: Also es ist ein bisschen ein anderes Anforderungsprofil.

00:22:48: aber war für mich im Nachhinein und damals auch eine sehr spannende Zeit- und Phase mit einer Marke wie Porsche da einmal einzutauchen und zu sehen, wie es mit dem Hersteller ist.

00:23:00: Weil bis dahin bin ich an der Formel eins noch nie von einem Herstellern gefahren.

00:23:03: Da hat man schon gesehen, dass das irgendwie was anderes ist.

00:23:05: wenn man dann auf einmal eine globale Automarke und vor allem Sportwagenhersteller wie Porsche verdritt war natürlich schon ne große Nummer über alles auf einmal Werbung.

00:23:15: Man hat mehr zu tun, mehr Aufmerksamkeit.

00:23:19: Das war ne geniale Erfahrung!

00:23:22: Du warst vor dem Zeitpunkt fünf Jahre in der Formel I, war das auch dann so ein Motivationsschub den du gebraucht hast?

00:23:30: Ein Motivationsschub glaube ich nicht.

00:23:31: Aber es war bei der Formell I lief okay aber es ging nicht nur bergauf.

00:23:38: Es waren auch viele Hürden dabei und auf-und ab wie bei jedem Sportlein jeder Karriere.

00:23:44: Und es war nicht ganz so klar... Damals richtig, wie es weitergehen wird.

00:23:49: Und als die Option dann kam und mir das angeboten worden ist ... hab ich das natürlich mit meinem Team und meinen Beratern überlegt.

00:23:56: Und da bin ich auch, why not?

00:23:58: Also, es kann nicht schaden.

00:24:02: Machen wir's und schauen was passiert.

00:24:03: Schauen

00:24:04: wir mal, was passiert!

00:24:04: Das ist gut.

00:24:05: Dann daraufhin ist ja auch noch einiges passiert.

00:24:08: Magen wir den Sprung so ein bisschen zu einem ersten Werksteam in der Formel eins.

00:24:13: Du bist dann zur Renault gewechselt.

00:24:15: Das muss so um das Jahr zwei Tausend Siebzehn gewesen sein.

00:24:17: Ja.

00:24:18: Hast du denn gedacht, okay jetzt hab ich ein finanzstarkes Team?

00:24:20: Ein finanzstarkes Werksteam!

00:24:23: Jetzt geht's ab... Weil es ist ja so wenn man so deine Karriere verfolgt hat und du bist ja schon lange dabei, dann hat sich dann halt auch gedacht der Typ muss jetzt irgendwann mal in dem Auto sitzen, das rockt, dass wirklich jetzt aufs Podium fährt.

00:24:41: Hast Du gedacht bei Renose soweit?

00:24:43: Ja, das war natürlich das Ziel.

00:24:44: Und mit einem Werksteam und Renault kamen ja ... Renault kamen in die Formel I zurück.

00:24:52: Ich glaube, zehn Jahre war Renault weg aus der Formel i. Waren Weltmeister oder War-Weltmeisterteam mit Falando Alonso damals zwei fünf, zwei sechs?

00:25:00: Dann sind sie aus der formel I haben sich verabschiedet, kamen zwei sechzehn zurück Und es waren natürlich ein Projekt mit viel Ambition und sah vielversprechend aus.

00:25:09: Für mich sah das nach einem guten Sprungbrett auch, um eine Möglichkeit mit dem Werksteam etwas Cooles aufzubauen, was zu entwickeln.

00:25:20: Das ging auch gut!

00:25:21: Zwei siebzehn gab's sowieso.

00:25:22: Es gab dann Regeländerungen.

00:25:23: Die Autos waren anders von zwei sechzehnt auf zwei siebzen.

00:25:26: Es waren komplett neue Autos.

00:25:28: Das ist auch immer cool, weil man als Fahrer ... mehr Inputs geben kann, die Sachen ein bisschen mehr steuern und lenken kann in einem Team.

00:25:36: Man muss wieder neu lernen, man muss offen sein für vieles.

00:25:39: Und zwei siebzehn zu achtzehn ging die Leistungskurve und die Entwicklung auch steil bergauf.

00:25:44: Und zwartzehn haben wir ein sehr gutes Jahr gehabt.

00:25:46: ich glaube sind vierte in der WM geworden in der TeamwM bis dato glaube ich auch das war einer meiner besten Jahre Auch in der Fahrer WM.

00:25:55: Viele Punkte, viele gute Ergebnisse eingefahren und es lief alles gut in die richtige Richtung.

00:26:00: Nur zwei Neunzehn sind wir dann so ein bisschen da ins Stocken gekommen.

00:26:03: Dann war's so'n bisschen abgeflacht, dann ging's nicht mehr ganz ... So steht Dich bergauf den Schritt nach vorne zu den Top-Teams, denen haben wir damals dann nicht geschafft.

00:26:11: Und zwei Neuzon war ja glaube ich auch das Jahr als du auf dem Hockenheim Regen quasi auf fast nem Podiumsplatz gewesen bist?

00:26:19: Wenn ich

00:26:19: fast war im Podiumsplatsch!

00:26:20: Du

00:26:20: warst halt genau... Das zwei?

00:26:24: Zwei.

00:26:24: Ja, genau.

00:26:25: Also war es quasi also gut wie auf dem Treppchen mit einem Fuß und dann bist du rausgerutscht weil die Fahrbahn nass war.

00:26:35: Die Fahrbahn, ich meine das waren Regenrennen, die Strecke war nass.

00:26:37: aber in Hockenheim gibt's so ein bisschen die spezielle Situation dass in der letzten oder die letzten zwei Kurven daneben ist so ein Dragstrip für Drag Racing eine Streckel an Beschleunigungsrennen.

00:26:49: halt Da ist Strecke, die normale Formel-Einstrecke.

00:26:53: Dann ist Körb und dann kommen direkt dieser asfaltierte Dragstrip oder Streifen... Und ich habe ein bisschen übersteuern gehabt, hab das Auto nicht verloren aber wollte doch kein Risiko gehen und habe gesagt okay fahre ich halt kurz hier neben die Strecce und fahr wieder zurück drauf und bin auf diesen Dragstreifen gekommen.

00:27:12: und in dem Moment wusste ich ok jetzt bin ich schachmat weil das war wie ein Eisring da hätte man gut mit mit Schlittschuh fahren können, aber mit Auto ging da gar nichts.

00:27:23: Das war sehr prekär und kurios und frustrierend damals.

00:27:28: Das kann ich mir vorstellen.

00:27:29: also wie kommst du dann wieder raus?

00:27:31: Ich meine das ist ja jetzt auch nicht so dass du bei jedem Rennen die Chance hast soweit nach vorne zu kommen, also das Qualifying.

00:27:37: Da musst du dann halt auf Zeit fahren und dann hast du deine Position von der Position ... Plätze gut zu machen im Rennen.

00:27:43: Das ist generell schwierig, ja?

00:27:45: Weil du hast nicht viele Möglichkeiten auch zu überholen und jetzt hast du da mal die Chance und bist quasi schon auf dem zweiten Platz.

00:27:54: Bist du dann so jemand der sagt auch okay alles klar das ist jetzt super ärgerlich.

00:27:57: ich muss mal zwei Nächte drüber schlafen und dann komme ich aber wieder stärker zurück.

00:28:01: oder beschäftigt dich das

00:28:03: nicht so was länger?

00:28:04: Nee, dann dem Ding habe ich schon länger zu knabbern gehabt.

00:28:06: Wochen wenn ich sogar Monate weil das war ziemlich entscheidend und wegweisend für meine Karriere.

00:28:12: Weil das nach dem Hocken einem Rennen gab es vertraglichen Stichtag.

00:28:16: Über eine Option, ob Renault den Vertrag quasi ... Ob der weitergeht in den zwanzig-zwanzig hinein oder nicht und die Punkte, die ich da verloren habe, haben darüber entschieden dass Renault quasi ... Oder dass die Option nicht gelöst werden kann und dass Renaults einen anderen Fahrer dann einstellen kann im Folgejahr.

00:28:34: Und so ist es dann auch gekommen.

00:28:36: Also es war ziemlich wegweisend, ziemlich entscheidend für die Karriere.

00:28:40: Im Nachhinein ist vielleicht gar nicht so schlecht, dass es so passiert ist wie es passiert ist.

00:28:45: Weil die Story sich dann halt anders entwickelt hat.

00:28:48: aber das war damals schon eine größere Geschichte.

00:28:55: Kamen auch mal Zweifel auf.

00:28:56: oder hast du gesagt ja mein Gott irgendwie klappt's jetzt nicht mit den Podiumsplätzen und das bin ich schon so lange dabei?

00:29:01: Oder hast Du eigentlich immer gespürt?

00:29:04: Es ist nur ne Frage der Zeit und es wird funktionieren und irgendwann bin ich auch oben.

00:29:11: Hast du so einen Grundvertrauen die ganze Zeit mit dir getragen?

00:29:14: Ich glaube, beides.

00:29:15: Ich habe generell ein gesundes Selbstbewusstsein und Vertrauen und ich weiß was ich kann.

00:29:20: Und Autofahren ist einfach irgendwie in mir drin.

00:29:23: das ist wie Fahrradfahren.

00:29:25: wenn man es einmal gelernt hat gut dann verlernt man das nicht.

00:29:27: und dieses Gespür dafür wo's Limit ist um das Auto zu bewegen.

00:29:33: Das hab' ich einfach.

00:29:34: aber natürlich Karriere hat und man will aufs Podium, um Rände gekämpfen.

00:29:41: Und wenn es viele Jahre nicht passiert oder aus irgendwelchen Gründen immer wie irgendwas dazwischen kommt, dann ist das natürlich bitter frustrierend.

00:29:49: Dann kommt man schon mal ans Grübeln und denkt so ... reicht's doch irgendwie nicht?

00:29:55: Was mach ich falsch?

00:29:55: Oder warum?

00:29:56: wieso weshalb?

00:29:57: Und schleichen sich manchmal Zweifel ein.

00:30:00: Aber ich glaub, diese Selbstzweife sind auch gut, weil die halten einen Schaf.

00:30:05: Die halten einen irgendwie... Ja, hungrig.

00:30:08: Dass man immer weiterhin an sich arbeiten muss und immer schauen muss dass es weitergeht und sich entwickelt weil ja wenn man stehen bleibt und sich einfach darauf ausruht was man hat und was man kann dann geht das nicht gut meiner Meinung nach.

00:30:22: Also dann kommt man nicht weiter.

00:30:25: Dann kam mir also die Zeit ohne Team.

00:30:30: Du hast ja gerade gesagt, so rückblickend war es wahrscheinlich auch ganz gut.

00:30:34: Und rückblicken versteht man die Dinge dann auch noch mal ganz anders und kann das dann besser einordnen?

00:30:39: Oder sagst du jetzt auch rück blicken?

00:30:41: naja ist aus dem Grund auch ganz Gut weil ich brauchte da auch mental meine Pause

00:30:46: Genau!

00:30:46: Ich glaube so eine Mischung aus verschiedenen Sachen damals... ...zweifelneinzehn, jetzt weiß ich nicht mehr wie alt ich da war aber Aus meiner Sicht war ich natürlich seit dem achten Lebensjahr, bin ich im Motorsport und in Anführungszeichen in diesem Hamsterrad.

00:30:59: Und bin diesen Leistungsdruck quasi ausgesetzt und mit dem ich lebe – und ich liebe das auch!

00:31:05: Aber zwei Neunzehn kam ich da am Punkt wo ich irgendwie ja so ein bisschen ... Weiß nicht, auch weich gekocht worden bin.

00:31:13: Und gab eine Dynamik-Teamintern dann im Team ... Weil Renault hatte zu einem Jahrzehnte Daniel Carder geholt und Topffahrer von Red Bull, der mein Teamkollege wurde.

00:31:23: Die Dynamik in Team intern mit den Management sind so ein paar Sachen passiert, die für mich unschön waren.

00:31:30: Und die dann auch mental was mit mir gemacht haben.

00:31:33: Wo man Sachen hinter fragt und anzweifelt.

00:31:36: Irgendwie hab ich's ... Ab Mitte zweihundneinzehn bis zum Ende dann auch nicht mehr so gut geliebt und gespürt, hatte da eine schwierige Zeit.

00:31:43: Und ich habe dann auch bewusst gesagt Leute, ich brauche irgendwie mal eine Zeit hier für mich selber Mal weg für einen Moment.

00:31:53: Und hast du das dann mit dir selber alles so ausgemacht?

00:31:55: Oder hattest du denn auch Leute, die dir geholfen haben ...

00:31:57: Nee natürlich!

00:31:58: ...

00:31:58: zum Mental-Trainer aber, dass du generell mit Metalltrainer noch zusammen oder...

00:32:00: Nein, Mental-Trainer nicht.

00:32:03: Aber mit meinem nächsten Umfeld natürlich, mit meiner Familie und meinen Berater.

00:32:10: Das war damals relativ straighte und klare Entscheidung eigentlich, dass es aktuell

00:32:17: besser ist.

00:32:18: Du hast dich zurückgezogen, was du wahrscheinlich Sport gemacht hast an der Familie.

00:32:21: Nein

00:32:21: ich habe kein Sport gemacht, das

00:32:23: ist mein Gelebt.

00:32:24: Ich musste ja mein ganzes Leben auf meinen Körper achten müssen immer auf dem Gewicht sein.

00:32:28: Ich bin da für ein Rennfahrer eigentlich zu groß mit eins fünf achtzig dadurch auch eher schwer und muss immer so bei meinen fünf siebzig Kilo sein.

00:32:37: und das natürlich schon... Wir sind ein bisschen Disziplin und Arbeit verbunden, das immer so zu halten.

00:32:44: Und da kann man nicht so oft über die Strenge schlagen.

00:32:48: Wo ich raus war, habe ich natürlich erst mal weniger Sport gemacht.

00:32:51: Das Leben genossen und hier und da habe ich erst einmal ein paar Kilo drauf gelegt!

00:32:56: Aber du bist doch dann trotzdem noch Reservefahrer geblieben?

00:32:59: Also du bist ja der Formel I auch noch ... Treu geblieben,

00:33:03: oder?

00:33:03: Indirekt.

00:33:04: Ich war nicht Reservefahrer aber das war ja dann die Covid-Zeit, zwei zwanzig das Covid Jahr.

00:33:09: und da gab es dann ein, zwei Vorfälle wo Kollegen Fahrer Covid hatten ich fahren konnten und ich dann quasi eingesprungen bin.

00:33:18: Aber aus der kalten Hose unverbereitet... Wie war

00:33:21: das denn so?

00:33:21: Kriegt man einen Anruf und sagt hier unser Stammfahrrad Covid kannst du einspringen?

00:33:25: Genau so!

00:33:27: In allen Fällen immer sehr spontan ohne wirkliche Full-off Zeit Und ohne Vorbereitung auch, weil wie gesagt ich war zum ersten Mal raus und frei aus diesem Hamsterrad Motorsport und Formel eins.

00:33:38: Ich habe das Leben genossen, ich hab gelebt, ich habe viel Spaß gehabt und all die Sachen ein bisschen mehr gelebt.

00:33:44: wenn man aktiv ist nicht so machen kann.

00:33:47: Ja dann ... ich weiß, ich war damals auf dem Weg eigentlich zu dem Nürburgring für einen anderen Test in einem GT-Fahrzeug und bin in Köln gelandet, mach mein Telefon an sich anrufen, Abwesenheit von Ottmar Seffner oder der damals Teamchef war vom Racing Point.

00:34:03: Und ich ruf ihn dann zurück und gesagt, ob mal was los?

00:34:05: Ja... Wo bist du?

00:34:06: Du musst nach Silverstone kommen!

00:34:09: Sergio hat Covid kann nicht fahren, du musst fahren bei uns dieses Wochenende.

00:34:13: Und dann haben die einen Flieger geschickt und ja bin ich kurzerhand an Stand am Nürburgring in Silverstone.

00:34:19: Und wie ist es sein so zu einem Team zu kommen dass du eigentlich gar nicht kennst?

00:34:23: Ja, das Team kann dich ja aus der Vergangenheit.

00:34:25: Weil Racing Point ist ja das alte Voss India gewesen und viele von den Teammitgliedern waren immer noch da.

00:34:31: also...ja es war kein Problem.

00:34:35: aber ich mag so Einsätze weil es ist so man hat eigentlich nicht viel zu verlieren.

00:34:39: Weil die Erwartung kann nicht allzu hoch sein du wirst ins kalte Wasser geschmissen Du kannst eigentlich nicht enttäuschen, du kannst nur gewinnen.

00:34:47: Und das ist in allen Fällen auch immer so aufgegangen.

00:34:50: Wie

00:34:50: wichtig ist denn das Team für dich generell?

00:34:52: Also die Kultur in dem Team, der Umgang miteinander ... Das Vertrauen auch ... Ich meine, du bist ja sehr abhängig von anderen.

00:34:59: Dass das Auto gut ist und dass du da gut supportet wirst.

00:35:02: Du bist dir die Leistung auf den Track bringen muss.

00:35:04: Aber wie wichtig ist es für dich diese Kultur im Team?

00:35:08: Ist das ein wichtiger Faktor des Erfolgs?

00:35:12: Doch maßgeblich!

00:35:14: eine gute Teamkultur zu haben.

00:35:15: Am Ende des Tages Formel eins ist ein Teamsport, natürlich hat jedes Team zwei Fahrer die es dann auf den Punkt bringen müssen im Rennen in Quali an dem dann alles hängt und alles liegt.

00:35:26: von daher hat man eine relativ hohe Verantwortung als Fahrer.

00:35:29: aber alles was davor dazwischen passiert das ist absolutes Teamwork.

00:35:33: ja und je besser jeder einzelne seinen Job macht was in seinem Verantwortungsbereich liegt aber je besser man da auch miteinander kommuniziert arbeitet Aber auch irgendwie Good Vibes hat sich mit den Jungs auseinander setzt, die Zeit nimmt und da eine gute Atmosphäre zu schaffen.

00:35:51: Und wirklich diesen Teamwork- und Teamgeistgedanken desto besser und erfolgreicher wird es in der

00:35:56: Regel.".

00:35:57: Wie siehst du denn deine Rolle in so einem Team?

00:35:59: Sicherlich bist du auch einer der entscheidenden Personen im Team, die auch andere motivieren können.

00:36:06: Siehst du dich selbst oder wirst du auch so

00:36:08: gesehen?".

00:36:10: Ich hoffe, ich denke aber ja als Fahrer.

00:36:13: Es ist ein sehr, sehr facettenreicher Job eigentlich und am Ende des Tages in der Außendarstellung sieht man immer nur das Fahren im Fernsehen.

00:36:23: Ob es ein Training ist oder ein Koalio oder einen Rennen.

00:36:26: Aber eigentlich ... Das Fahren ist immer nur so das Endprodukt.

00:36:29: Aber das sind so viele andere Sachen die davor hinein mit reinfließen.

00:36:33: Die Vorbereitung wie gesagt was zwischen den Rennen passiert auch das Ganze.

00:36:38: man repräsentiert Sein Arbeitgeber, aber auch sonst sehr viele globale Marken.

00:36:44: Man steht in der Öffentlichkeit, man muss wissen wie man kommuniziert und wie man sich gibt.

00:36:50: Das sind sehr viele andere Sachen und Faktoren die da nebenher noch passieren und mit rein spielen.

00:36:56: Gefällt dir das leicht?

00:36:58: Also bist du dann so authentisch?

00:37:00: Ich glaube, ich habe da viel gelernt.

00:37:02: Vom Anfang an bis jetzt natürlich auch hier und da mal auf die Nase gefallen und ein paar Fehler gemacht.

00:37:09: aber ich bleibe mir selber treu, ich verstehe mich nicht, ich fahre meinen Stiefel und ich glaube damit komme ich ganz gut durch.

00:37:18: Springen wir einmal zu der Zeit in der du dann wieder ein Team hattest nämlich Haas.

00:37:22: das war im Jahr zwanzig dreinzwanzig so.

00:37:24: Du bist für Mick Schumacher gekommen richtig?

00:37:26: Ich glaub, da die haben Haars hat beide Fahrer damals gewechselt.

00:37:29: Von daher kannst du dir aussuchen!

00:37:32: Du bist für einen von Ballen gekommen?

00:37:34: Was ist der, thirty-fünf?

00:37:35: Wie bist du dann wieder reingegangen?

00:37:36: Die Saison lief gut für dich?

00:37:38: Ich glaube, du hast in Australien gleich beim ersten Rennen ... warst du in den Topten, Platz sieben, glaub ich, also hast schon gleich einen guten Start gehabt.

00:37:45: Wie war das so nach der Auszeit als Ersatzfahrer?

00:37:48: Hast du gesagt was ein paar Mal, aber du hattest kein Team und dann kommt mit Haars wieder die Chance?

00:37:52: Da hast du gesagt so Nico mit jetzt, aber jetzt geht es richtig ab.

00:37:57: Ja das war gut.

00:37:59: erstmal diese drei Jahre quasi auszeit waren irgendwie sehr sehr positiv und dem nachhinein wichtig für mich einfach bisschen mal Abstand zu bekommen vom Motorsport von der Formel I alles auch mal weil wenn du Das ist ein richtiger Ausseite in der Formel I. Die Winterpause sind vielleicht vier, fünf Wochen.

00:38:18: Das ist ja nicht genug Zeit um wirklich mal alles zu verdauen und schon gar nicht eine Karriere von irgendwie paar zwanzig Jahren.

00:38:23: Und ich glaube die drei Jahre haben wir einfach die Zeit gegeben einmal zu reflektieren, alles mit einem bisschen mehr Abstand zu sehen und habe dann auch wieder ne andere Wertschätzung an den Blickwinkel auf den Sport bekommen wurde dann nach zwei Jahren auch wieder heiß und wollte zurückkommen.

00:38:38: Und wir haben dann nach Optionen geschaut und gesucht, sind da mit Haas in dem Günter Steiner.

00:38:44: Der damals da war ins Gespräch gekommen der auch sehr offen für war und befürwortet das Ganze.

00:38:51: War dann ein hartes Stück Arbeit auch Jean Haas den Besitzer davon zu überzeugen.

00:38:56: Das hat ein gutes halbes Jahr gedauert aber es ist uns gelungen.

00:38:59: und genau das war dann sozusagen ... Die Verlängerung meiner Karriere, das Comeback.

00:39:06: Und sportlich lief es gut.

00:39:09: Haas hatte eine sehr, sehr harte Zeit.

00:39:15: Da ging Sportlich nicht viel zusammen.

00:39:18: Von daher war der Auftrag immer wieder ein bisschen zu konsolidieren und wieder aufzubauen und konkurrenzfähig zu machen.

00:39:27: Ich glaube, dass ist uns in den Jahren schon gut gelungen.

00:39:31: Und dann hast du wieder mittendrin in der Formel eins, was wieder richtig heiß.

00:39:35: Was dazu geführt hat, dass du ja im Jahr-Zweißen-Fünfundzwanzig gar nicht so lange her da auch deinen ersten Podiumsplatz erreicht hast.

00:39:42: Allerdings für ein anderes Team nämlich für sauber.

00:39:44: Bist du zu Sauber Motorsport wiedergegangen?

00:39:47: Weil du wusstest, war das damals schon bekannt, dass quasi Audi Saubermotorsport über Norm hat und das Team über Norm

00:39:55: ist.

00:39:55: Zu

00:39:55: dem Zeitpunkt war es hier schon bekannt.

00:39:57: Absolut!

00:39:58: Das war schon bekannt... Es hieß noch sauber aber Der Vertrag mit Sauber slash Audi wurde damals schon eigentlich im Frühjahr, zwanzig vierundzwanzig.

00:40:07: Da sind wir das das Commitment schon eingegangen also sehr früh mit einer ordentlichen Falloffzeit was natürlich für mich wieder deutsches Unternehmen, deutscher globaler Player und Werkseinsatz eine riesige Chance ein Riesenmöglichkeit für mich war oder da stellte für mich und mein Team was wir natürlich ja diese Chance wollten wenn ich an uns vorbeiziehen lassen haben uns natürlich bewusst dazu entschieden.

00:40:31: Und ... um zwanzig, fünfzwanzig wurde dann auch dieses Podiumsthema und Frage endlich gelöst und beiseite geschafft.

00:40:39: Großartig!

00:40:40: Also herzlichen Glückwunsch noch mal dazu.

00:40:41: Das war ein Silverstone?

00:40:42: Richtig?

00:40:43: Korrekt.

00:40:43: Du

00:40:44: hast da den dritten Platz gemacht und bist aber gestartet

00:40:47: von... Ganz hinten.

00:40:49: Genau.

00:40:49: Platsch.

00:40:50: Eigentlich

00:40:50: letzter.

00:40:52: Aber ich war effektiv letzt auf dem Grid weil der Zwanzigste ist aus der Box gestartet.

00:40:56: also Ich weiß noch, vor dem Meinsteigen ins Auto war ich wirklich... Hinter mir war nichts mehr.

00:41:01: Nur Luft!

00:41:02: Und ja das waren spezielles Rennen weil es war kein Trockenrennen.

00:41:06: Es hat kurz vom Rennstart geregnet wie so oft in England und die Bedingungen waren sehr gemischt.

00:41:14: Das war nass dann hat's abgetrocknet Dann hat sie wieder geregnets zum Ende ist dann wieder getrocknet.

00:41:19: also es waren einen Rennen mit besonderen Umständen Ja die uns aber das Podium ermöglicht haben.

00:41:27: Aber das ist ja sehr ungewöhnlich, dass man von neunzehnt auf drei fährt!

00:41:30: Das gibt es ja jetzt nicht so häufig?

00:41:32: Nee genau wir sind erstmal fehlerfrei geblieben weil es waren gnadenlose Bedingungen und Bedingung wo's sehr einfach ist ein Fehler zu machen und aus dem Rennen zu rutschen oder zu crashen.

00:41:45: Das ist mir nicht passiert und dann haben wir auf der Strategie Seite einfach den Nagel jedes mal auf den Kopf getroffen sind in der genauen perfekten Runde gestoppt Beim ersten mal für Neuintermediates, beim zweiten Mal auf die Slickreifen und konnten so wirklich im Feld einige Leute überholen.

00:42:04: Ein paar Autos habe ich auch noch überholt während des Rennens einfach auf der Strecke.

00:42:09: Und ja es war einfach eine Meisterleistung an dem Tag!

00:42:13: Einige Autos habe ich einfach nur so überholt auf der Strecke.

00:42:17: Ja gut, das ist mein Job, das gehört dazu!

00:42:19: Aber das ist ja auch dem Track nicht so leicht und also von nineteen auf drei zu fahren eine starke Leistung.

00:42:24: So und dann erster Podiumsplatz war das so ... Der Moment wo du gesagt hast okay jetzt bin ich wieder im Werksteam, Audi ist ein Werksteamer.

00:42:32: Ich weiß da liegt noch Arbeit vor uns.

00:42:35: wir müssen die Motoren entwickelt werden.

00:42:38: ihr fahrt jetzt übrigen Motoren richtig?

00:42:41: Das heißt, es musste auch viel Geld und Arbeit.

00:42:49: Einfließen in die Entwicklung, das braucht ein bisschen.

00:42:52: Das ist natürlich im Werksteam immer besser.

00:42:54: und hast du dir da gesagt okay jetzt kann die... ...'saison kommen ich bin wieder voll da hat ein gutes Team.

00:43:02: wir brauchen sicherlich auch noch ein bisschen Zeit.

00:43:04: also jetzt von Podiumsplätzen zu träumen Weltmasserschaften wie auch immer viel zu früh aber es gibt gewisse Perspektiven.

00:43:11: Wie bist du jetzt in das aktuelle Jahr reingegangen?

00:43:14: Ja, es ist in den Jahr zwanzig sechsundzwanzig eine komplette Äh Veränderung gekommen.

00:43:18: Was was die Autos und was die PU die Power Units also die Motoren angeht?

00:43:23: Es ist eigentlich ein kompletter Reset hat stattgefunden.

00:43:27: was was die Regeln angeht alle Teams mussten eigentlich bei Null bei einem weißen Blatt Papier anfangen Und das war ja auch strategisch so ein bisschen der Grund warum Audi gerade jetzt in die Formel eins gegangen ist weil's einfach ne bessere Chancengleichheit gibt.

00:43:41: Alle müssen bei null anfangen.

00:43:43: Audi hat sich schon vor vielen, vielen Jahren committed zu dem Projekt.

00:43:46: Weil so ein Motor den entwickelt man nicht mal eben in ein, zwei, drei Monaten.

00:43:50: das ist hochkomplex und hat eine ziemlich große Fall auf Zeit.

00:43:56: Und ja wir sind dann natürlich über den Winter von Sauber gab sie Transformationen zu Audi.

00:44:02: Wir sind jetzt das Audi Revolut F-I Team.

00:44:08: Und es geht gut dieses Jahr!

00:44:10: Wir haben uns sehr gesteigert schon Seit Anfang der Saison.

00:44:15: Man muss sich wirklich vorstellen, wenn man von Null anfängt vor allem bei einem Motor ein neues Getriebe die Hydraulik, das sind so viele Sachen, die wir zum ersten Mal machen und das ist alles Neuland.

00:44:25: Und da war natürlich die Entwicklungs- und die Lernkurve extrem steil.

00:44:30: Da haben wir einiges schon geleistet bisher dieses Jahr und wir sind zufrieden.

00:44:33: Ich glaube wir sind im Soll mit dem ganzen Projekt und wo wir sein möchten.

00:44:38: Wir kämpfen im Mittelfeld jetzt eigentlich regelmäßig um Punkte.

00:44:43: Man will natürlich immer mehr, man möchte sich ständig weiter verbessern.

00:44:47: Aber die Aussichten sind gut und wir sind alle sehr motiviert.

00:44:50: Es gibt eine sehr positive Dynamik rundherum ums Team, um Audi, um alles...

00:44:57: So ein Aufbruchmomentum?

00:44:59: Genau!

00:44:59: Eine sehr positives Gefühl und Wahrnehmung und macht Spaß damit dabei zu sein und das mitzugestalten.

00:45:06: Wie groß

00:45:06: ist das gesamte Team?

00:45:08: Wir haben jetzt zwei Standorte einmal in Neuburg, wo die Power-Unit der Motor und Getriebe und alles so was entwickelt gebaut wird.

00:45:16: Und dann ein Hinwill in der Schweiz, wo quasi Chassis Aerodynamik und die ganze Mechanik gemacht wird, wo das Rentimog ist.

00:45:23: Wir sind insgesamt ... Pfff!

00:45:25: ... fifteenhundert Leute?

00:45:26: Mhm.

00:45:27: Zirka.

00:45:28: Ja es ist schon recht groß.

00:45:29: Und wie groß ist der Trott mit dem er reist?

00:45:31: zu den Rennen weltweit?

00:45:34: Ja, das ist unterschiedlich von Wochenende zu Wochenende.

00:45:36: Es gibt auch sehr viele Marketing-Leute mittlerweile im Formel I Team.

00:45:40: Das ist eine riesige Maschinerie aber wir sind sicherlich ... ... die um die Welt reisen und ihre Welthängeln.

00:45:48: Das ist schon ganz ordentlich.

00:45:49: Und Marketing, Leute aus dem Grund weil halt die Formel eins an sich jetzt auch wieder ein starkes Momentum hat.

00:45:54: Es gibt eine sehr erfolgreiche Serie über die Formeleins, es gibt einen sehr erfolgreichen Kinofilm.

00:45:59: Spürst du das auch selber wenn du im Paddock bist?

00:46:02: Wenn du unterwegs bist dass sie Formel Eins sich verändert hat und mehr... ...auch so diesen Entertainment Faktor bekommen hat?

00:46:08: was euch Fahrer betrifft?

00:46:10: Ja spürt man absolut!

00:46:11: Also erst mal ist die Bühne größer denn je oder größer in meiner Zeit zumindest, seitdem ich dabei bin.

00:46:17: Das hat Liberty die Formel I vor sehr vielen Jahren übernommen gekauft hat.

00:46:23: Sehr gut entwickelt und zu einer wirklichen Entertainment-Plattform entwickelt und es ist einfach so ein Social Happening.

00:46:31: Es gibt kaum noch einen Gronprin der nicht ausverkauft ist.

00:46:33: Es ist wirklich sehr stark und krass entwickelt worden.

00:46:39: Sehr auch kommerziell geworden also Unendlich viele große Unternehmen und Marken, die jetzt in die Formel I wollen.

00:46:47: Und sicherlich eine Riesenerfolgsgeschichte.

00:46:50: Was der Formel i dann sicher gut tut und was sicherlich auch für dein Team gut und richtig ist weil natürlich dann auch mehr Geld reinkommt.

00:46:59: Du bist in diesem Jahr gestartet in Australien wie immer Der Auftrag der Formul I erste Rente sind in Australie und stand es dann am Start Und ich glaube, du bist gar nicht weggekommen.

00:47:11: Also du hast ein DNS-Did not start gehabt.

00:47:14: Dein Teamkollege Gabriel Orto Leto ist dann mit seinem Auto weg gekommen und ist gefahren.

00:47:20: Was macht das mit dir wenn du da so motiviert reinstattest in die Saison?

00:47:24: Und dann kleben bleibst!

00:47:26: Ja, das tut weh.

00:47:27: Es ist natürlich alles andere als so wie wir uns das vorgestellt haben aber es gibt ja diese Runden zu der Startaufstellung hin und da hat sich direkt ein Problem bemerkbar gemacht.

00:47:38: Das war ein hydraulisches Problem was nicht so schnell zu reparieren war und dementsprechend wurde mein Auto dann vom Grid genommen und es war klar dass ich da nicht an den Start gehen kann.

00:47:56: kommt mir schon so lange her, dass es so viel passiert seitdem.

00:48:01: Und wir haben das Blatt definitiv ins Positive gewendet

00:48:03: seitdem.".

00:48:04: Ja aber man braucht natürlich dann auch die Motivation zu sagen ja oder um dies beziehungsweise ich glaube das bessere Wort ist Geduld oder?

00:48:09: Es ist es so, dass du dir sagst okay das war Australien jetzt geht's in ein über zwei Wochen weiter und bringst du da mittlerweile auch die Geduld mit, die es braucht um auch dann perspektivisch vorne mitzufahren.

00:48:25: Ja, ich glaube prinzipiell sind Rennfahrer immer ungeduldig und muss man auch ein Stück weit sein.

00:48:31: Aber man weiß immer, egal nach jedem Rückschlag das nächste Rennen kommt in der Woche danach oder im Boys' Case zwei Wochen danach und dann hat wieder eine Chance es anders und besser zu machen.

00:48:41: die Motivation ist einfach da.

00:48:42: Ich tue das was ich liebe, ich tue dass was ich am besten kann Die Formel eins.

00:48:45: Das sind immer Momenteaufnahmen Und man muss immer schauen, dass jeder Moment gut ist In jedem Moment einfach das maximale ... machen, rausholen das Beste aus seinen Möglichkeiten.

00:48:57: Und ja mit dem Credo bin ich eigentlich bisher immer ganz gut gefahren.

00:49:01: Dieses Jahr hast du auch einen Beinerunfall gehabt und ich glaube es haben viele Leute gesehen, ich hab's auch gesehen.

00:49:06: Also Max Verstappen hatte den Crash, es lagen auch total auf der Fahrbahn... ...und dein Teamkollege hat sich dann gedreht und man sieht nur Rauch!

00:49:18: Scharf, dann ... Ich fand das sensationell.

00:49:21: Und deine Reaktionzeit, die du da hattest?

00:49:23: Wie schnell warst du noch, als du an ihm vorbeigefahren bist?

00:49:27: Das weiß ich jetzt nicht mehr.

00:49:29: Aber es geht alles ziemlich zackig und man hat nicht so viel Zeit zu überlegen.

00:49:36: Ich hab in dem Moment versucht, weil er dreht sich vor mir.

00:49:39: Man weiß nicht genau, schießt nach oben oder unten, wo geht das Auto hin?

00:49:45: Vermeiden, dass wir sich die beiden Audis gegenseitig aus dem Rennen nehmen.

00:49:48: Das wäre natürlich der absolute Katastrophe für uns gewesen und habe meine Reaktion einfach so lange wie möglich rausgezögert um abzuwarten wo er hin rutscht hab dann ein glückliches Händchen eine glückliche Nase gehabt instinktiv reagiert Quenchen Glück dabei gehabt und da ist alles gut gegangen.

00:50:06: Und an dem Sonntag ist es dann eigentlich auch noch ein Happy End geworden in diesem Rennen, weil wir sind noch neunter geworden.

00:50:11: Ist

00:50:11: das so eins der ganz besonderen Rennen in deiner Karriere?

00:50:14: In den siebzehn Jahren oder in Formel Eins?

00:50:16: Oder sagt mal die Top drei oder so die Rennen ... Am meisten Erinnerungen geblieben sind von den zwei Hundert.

00:50:23: Wie viele waren es?

00:50:23: Wohin war das einst davon?

00:50:26: Das ist eine starke Frage, da muss ich mal... weil das ist natürlich ein bisschen was.

00:50:30: Da muss man ein bisschen durchsuchen.

00:50:33: Ich glaube, dass ist natürlich ganz vorne mit dabei.

00:50:36: Silverstone zwanzig, fünfzwanzig – ganz klar!

00:50:41: Natürlich wegen dem Podium und dem Resultat aber auch die Bedingungen.

00:50:46: Es war kein Nullacht-Fünfzehn, kein Standardrennen sondern rennen unter richtig quasi die schwierigsten Bedingungen, die man haben kann auf einer Rennstrecke während eines Rennens.

00:50:57: Dann würde ich noch dazu zählen oder reinzählen Brasilien, zwanzig zwölf ist jetzt schon eine Weile her muss man auch ein bisschen zurückgehen.

00:51:05: aber da habe ich knapp vierzig runden geführt in dem Rennen auch wieder so einen Rennen wo es so halb nass-halbt trocken war und die Bedingung sehr gemischt waren und schwierig.

00:51:16: Es hätte an dem Tag ein Sieg Rausspringen können, vielleicht sogar sollen.

00:51:22: Ist aber leider nicht aus bestimmten Gründen.

00:51:25: Ich bin trotzdem vielleicht noch ein Siebter oder so geworden und was haben wir noch?

00:51:31: Du Kailas sind mittlerweile so viele Rennen!

00:51:33: Da muss ich erst mal graben in meiner Erinnerung.

00:51:37: Wenn du nicht das Arbeitsgerät hast, was dir erlaubt dass du einen Sieg oder ein Podium hast... da sieht natürlich immer jeder auf Annibach.

00:51:45: Das war jetzt eine super Leistung und top und jeder feiert dich und klopft wieder um den Rücken.

00:51:49: Ich bin so viele Rennen gefahren in meiner Karriere, wo ich sag, Hammer Monster-Rennen hätte ich nix besser machen können.

00:51:55: Ich habe mir keinen Fehler erlaubt aber es sind P-Acht-, P-Neun-, Pzehn oder P-Fünfzehn.

00:52:01: Sieht merkt natürlich keiner!

00:52:03: Ich weiß es... Aber das ist dann ein bisschen auch Teil des Sports und unlangbar.

00:52:08: Aber ich hab viele dieser Rennen gehabt, wo's wirklich gut war.

00:52:12: Keiner sieht's wirklich in der Öffentlichkeit.

00:52:14: vielleicht das Team siehts und versteht's.. Das gehört dazu.

00:52:20: irgendwie Teile Motorsport, wenn du nicht das Arbeitsgerät hast musst du halt trotzdem dir die Ziele setzen und schauen dass du einfach immer das Beste aus deinem Möglichkeiten, aus dir und deinem Team rausholt.

00:52:31: Und ich glaube darüber beziehe ich viel.

00:52:34: ja Befriedigung und Erfolg wenn ich weiß.

00:52:38: okay Ich habe hier alles rausgequetscht da mein Herz auf der Strecke gelassen.

00:52:43: mehr ging nicht, ich hab mein Teamkollegen geschlagen.

00:52:45: Ich habe im Mittelfeld meine anderen Konkurrenten geschlagen dann ist das auch ein absoluter Erfolg und ... Das war ja echt!

00:52:52: Also der Erfolg, der sich da auch danach anfühlt weil man weiß, man hat alles gegeben.

00:52:57: und wenn es dann so gewesen

00:52:59: ist... Genau, ich habe die Zitrone ausgepresst bis auf den letzten Tropfen Und ich bin immer ehrlich zu mir selber und ich bin glaube ich auch mein größter Kritiker.

00:53:06: Die, die mich kennen wissen das Dann gut einschätzen, ob das wirklich ... das Maximum war oder nicht.

00:53:15: Sprechen wir noch mal ganz kurz jetzt zum Schluss über den Sport, den du machst?

00:53:20: Weil und ich hab das ja schon angedeutet, Formel I Fahrer müssen fit sein.

00:53:26: Insbesondere so im Nacken-Schulterbereich, weil dort wirken viele Kräfte.

00:53:32: Ja,

00:53:32: die Fliehkräfte!

00:53:33: Genau so ist es.

00:53:34: Weil der Kopf mit Helm wiegen irgendwas drei, vier Kilo.

00:53:39: Dann hast du halt G-Fünf, G-Sächs ganz gerne in Kurven bei Beschleunigung und so weiter.

00:53:43: Da kommen ganz gerne dann dreißig Kilo Zugkraft auf den Nacken?

00:53:48: Wie trainierst Du?

00:53:49: Trainierst du nur Kraft, trainierste auch viel Ausdauer?

00:53:52: Ja ich bin prinzipiell laufe ich sehr gerne.

00:53:57: Laufen ist einfach eine Leidenschaft und ich mache das gerne.

00:54:00: Es ist natürlich befreiend und man kann dabei Dampfer belassen gut nachdenken.

00:54:05: Ist einfach ein super Ausgleich, eine super Trainingsmethode.

00:54:08: für mich Spiel sehr, sehr gerne und leidenschaftlich Tennis.

00:54:12: Und verfolgt auch Tennis generell gerne und viel.

00:54:15: Es ist natürlich so ein bisschen das Kontrastprogramm zu meinem Sport im Tennis – klar du hast dein Team aber du bist auf niemanden noch nichts angewiesen sondern du in deiner Tagesform deine Leistung entscheidend über deine Erfolge.

00:54:30: Das taugt mir sehr!

00:54:31: ...

00:54:33: Tennis laufen und das machst du wahrscheinlich auch, weil du ja zweihundertsiebzig ...

00:54:37: Also wie kräft ihr?

00:54:38: Du meinst, dass man mit nicht.

00:54:38: ...

00:54:38: zweihundachtzig Tage unterwegs bist aber so die reine Krafttraining um halt die Muskulatur zu stärken, machst du das so zwischendurch?

00:54:44: Ich glaube der Motorsport ist was das angeht sehr sehr ja unique und anders als jede andere Sportart, weil wir können nicht wie ein Tennispieler oder wie ein Fußballer jeden Tag trainieren gehen.

00:54:54: Dazu brauchst du die Rennstrecke, du brauchst das Auto, du brauchtest Benzin, du musst Leute, um das Auto erstmal anzumachen ist Perigolarien sowieso nicht erlaubt, von daher ist es bei uns ein bisschen anders spezieller.

00:55:05: Ehrlich gesagt das beste Training ist fahren im Auto zu sitzen, runden zu drehen und zu fahren was natürlich aber vom Kalender vorgegeben ist und daher am Ende des Tages ich glaube wir haben ein sehr sehr langes Jahr einen stressigen Kalender Termine, Marketingnatur, Simulator-Tage mit den Ingenieuren zwischen den Rennen.

00:55:32: Dass es sehr da durchgetaktet ist und du auch einfach eine gute Balance finden musst zwischen Regeneration abschalten ... Deinen Trainingspensum ein bisschen am Laufen halten.

00:55:41: Ich hab für mich rausgefunden über die Jahre nicht so dieses Krass viel trainieren und dann wieder gar nichts sondern einfach konstant hinweg ein gutes Level halten was dich immer auf einem guten Niveau hält wo man gut mit durchfährt und den Körper nicht immer zu viel stresst auf einmal, dann wieder zuviel abfallen lässt.

00:56:00: Und wie brauchst du das denn ein?

00:56:01: Wenn du unterwegs bist... Ich hatte ja gerade schon ganz kurz erwähnt, es sind ja wirklich viele Reisetage!

00:56:04: Ich glaube ich habe lesen mal so zweihundertsiebzig Reisetage.

00:56:07: Ich nehme an die Laufschuhe, sind immer mit dabei.

00:56:11: Du fliegst

00:56:11: dann halt von Grand Prix zum Grand Prix.

00:56:14: Du hast dein Team mit dabei, ich glaube ein Physio fliegt immer mit dir mit richtig?

00:56:17: Genau

00:56:18: Weil das so das Entscheidende ist dass du nach dem Rennen ... dann auch bearbeitet wirst und dass du immer so fit bleibst.

00:56:23: Und ja, das baust du dann so ein in dem du einfach da wo du bist... ...dann auch trainierst oder?

00:56:30: Ja genau ich meine Laufen gehen kann man überall.

00:56:32: Da

00:56:32: gibt es wenig ausreden.

00:56:36: Laufschuhe kann man immer mitnehmen.

00:56:39: Wie gesagt, ich glaube Regenation ist wichtig... ...einfach da die richtige Balance zu haben.

00:56:45: Ich bin jemand Ich hab, glaub ich, ein sehr gutes Körpergefühl und hör einfach viel auf meinen Körper.

00:56:51: Wenn ich weiß, okay jetzt ist es ein guter Moment zu trainieren, dann trainiere ich.

00:56:55: Und wenn ich manchmal merke, jetzt bin ich müde... ...und wenn ich mich jetzt richtig die Schuhe ausziehe, dann ist die Infektionsgefahr auch höher.

00:57:01: Das kann ich nicht gut gebrauchen in den nächsten paar Tagen.

00:57:04: Dann lass' ich sein!

00:57:05: Also ich glaube da hilft mir die Erfahrung auch relativ viel.

00:57:08: Nico, herzlichen Dank für das sehr sympathische Gespräch.

00:57:11: Ich fand's toll wie du uns mitgenommen hast ... in deine Karriere und wiederüber gesprochen haben, wie du die einzelnen ... ... Momente deiner Karrierei erlebt hast.

00:57:20: Ich wünsch dir für die noch verbleibende Saison alles Gute!

00:57:24: Und dass du ja das auch in Zukunft findest.

00:57:27: was du immer gesucht hast nämlich diese volle Erfüllung im Formel Einsport... ...und alles andere wenn die Freude dabei ist ich will nicht sagen kommt von ganz alleine aber ... ...ich bin mir sicher da ist noch viel für dich drin.

00:57:39: herzlichen Dank Nico.

00:57:40: Super danke.

00:57:41: gerne für die Einladungen.

00:57:42: Gerne für die Einladung, hab ich gesagt.

00:57:45: Gerne!

00:57:45: Danke für die

00:57:46: einladungen.".

00:57:49: Das war der Beat Yesterday-Podcast mit Nico Hülkenberg.

00:57:54: In der nächsten Folge ist der Schweizer Freestyle Skifahrer Andri Raggettli zu Gast.

00:57:59: Ich freue mich wenn er wieder rein hört.

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